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Finde deine-Gesellschaft
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Posted by admin on 04 Sep 2008 | Tagged as: Allgemein
inde-ich/”>gesellschaftße, ey!”
Das ist das, was rauskommt, wenn man den langen, langen Artikel aufs
Wesentliche reduziert. Bei mir jedenfalls.
Das fängt schon damit an, daß Maresch alle möglichen doofen
Eigenschaften unter “typisch deutsch” subsummiert und sich dabei
selber einer als “typisch deutsch” bekannten Kommunikationsweise
bedient, nämlich intellektuell verpacktem Dauergenörgel. Na sicher
machen unsere Medien aus Hamsterblähungen Wirbelstürme, und
selbstveständlich ist für besagte Medien der eigene Tellerrand oft
genug der Himalaja. Jetzt sagen Sie mir aber bitte mal, wo das anders
ist, Herr Maresch - wo genau waren Sie in Urlaub? Ich war oft genug
im Ausland, ich habe Bekannte auf fast allen Kontinenten, und wenn
alle Stricke reißen gibts ja auch noch das Internet - aber nach
meinen ganz subjektiven Eindrücken findet die “gefühlte
Verkorkstheit”, die Maresch Deutschland diagnostiziert, so oder
ähnlich in den meisten Ländern des “westlichen Abendlandes” statt -
in Großbritannien wie in den USA, in Österreich wie in Schweden.
Haben Leute wie Hanning Mankell oder diese seltsame Frau Jelinek
objektiv etwa weniger Gründe, intellektuell über ihr jeweiliges Land
zu meckern, als ein Maresch? Okay, Intellektuelle *müssen* meckern,
dafür sind sie da (nehme ich an). Aber das Grundgemecker
unterscheidet sich kaum, egal über welches Land und dessen
beschränkte Politik, gleichgeschaltete Medien und doofe Bevölkerung
gerade räsoniert wird.
Jetzt werden wir mal konkreter. Wenn ich richtig gelesen habe, findet
Maresch
- daß die deutsche Meckerkultur Innovationen verhindert, zb. eine
Reform des Bildungssystems nach skandinavischem Vorbild. Soweti ok.
Aber er analysiert nicht, sondern beschränkt sich auf “gefühlte
Hindernisse”. Und ich bin zwar der letzte, der bei jeder Kritik
losnölt “machsdochbässa!”, aber: wer einen dermaßen langen Artikel
schreibt und dabei nur sein “gefühltes Unbehagen” über alle möglichen
Sachen ausbreitet (und damit einen irgendwie ursächlichen
Zusammenhang zwischen allen Problemen, die er sieht, voraussetzt, ihn
aber nicht wirklich benennen kann), aber weder sachlich die Fehler
aufzeigen noch Alternativen vorschlagen kann, der setzt sich für mich
dem Verdacht der Profilneurose aus.
Es wäre doch so schwer nicht: *wer* verhindert die Umstellung des
deutschen Bildungssystems in Richtung “skandinavisch” (ich nehme das
nur als Beispiel, weil Maresch selber kein konkretes Beispiel genannt
hat), *warum*, dh aus welchen Motivationen heraus wird dies
verhindert (Kompetenzgerangel, Bürokratie, Geldmangel,…), *welche*
Maßnahmen sind machbar, um das Ziel doch noch zu erreichen und
*welche* Alternativen sind möglich?
Das ist zwar sehr vereinfacht, aber imho ein besserer Denkansatz als
längliches Geschwurbel.
- daß auf Kirchhof zu Unrecht herumgehackt wird, weil er sich doch so
viel Mühe gemacht hat und es nicht verdient, aus wahlkampftaktischen
Gründen gedisst zu werden.
Ja und? Wer sich in den Wahlkampf begibt wird nicht mit
Wattebäschchen beworfen, das müßte ein Kirchhof eigentlich wissen,
ein Maresch übrigens auch. Und inhaltlich kommt da nichts weiter: es
entsteht zwar der Eindruck, daß Maresch Kirchhof irgendwie gut
findet, aber warum wird nicht gesagt.
- daß “die wirklichen Probleme weggedrückt” werden.
Was jetzt aber diese ominösen wirklichen Probleme sind wird nicht so
recht klar, es wird nur wortreich kritisiert, daß es sowieso
scheißegal ist, wer an der Macht ist, da diese Macht ja gar keine
genügend breite Basis hätte, um etwas bewirken zu können.
Wo waren Sie noch gleich im Urlaub, Herr Maresch? In Schlaraffistan
ist die Lage natürlich gaaanz anders, da gibts weder
Brüsselbürokraten noch Landesfürsten, auch keine Lobbygruppen und
Banken, und die Reichen zahlen da auch schön ihre Steuern (was sie
nach Kirchhofs Modell gaaanz klar auch machen würden - wenn man die
Wahl hat zwischen 40%, 25% und 0% Abgabe, dann entscheidet man sich
natürlich aus irgendwelchen ganz plausiblen Gründen für die 25%,
gelle?) - also kann da die Bundespolitik natürlich viel mehr und
besser reformieren. Ist ja auch genug Geld da. Weil, Deutschland ist
nämlich pleite, und zwar so pleite, daß es viel pleiter ist als alle
anderen. Ja wenn denn das stimmt, wenn alle anderen Länder rund um
uns rum viel weniger pleite sind - dann wäre doch auch eine kurze
Nenung der Gründe angebracht in einem derart langen Artikel, oder?
Die gefühlte typisch deutsche Knorxeligkeit reicht mir da irgendwie
nicht, Herr Maresch.
- daß “die Jugend von heute” ja nur die Eltern usw. belastet -
letzter Absatz des Artikels. Das kommentiere ich gar nicht weiter,
ich habe selten so einen argumentlosen pauschalisierenden Schwachsinn
gelesen. Lehrer sind auch alle Faulenzer und Arbeitslose Abzocker,
schon klar.
Fazit:
Laut Maresch ist Deutschland voll scheiße (besonders die Jugend), die
Medien sind doof, die Politiker haben keinen Einfluß und versuchen
nur an der Macht zu bleiben, und in anderen Ländern ist das viel
besser, aber es ist nicht nötig die Gründe dafür zu benennen, *warum*
es hier so scheiße ist und was die anderen besser machen, und was
genau man hier machen kann, damit es besser wird.
Dieser Artikel war typisch deutsch, Herr Maresch. Wenn Sie die
Ansicht vertreten, daß Intellektuelle tatsächlich noch irgendeinen
Einfluß auf
Posted by admin on 03 Sep 2008 | Tagged as: Allgemein
> Die Gesellschaft (genauer gesagt, die gesellschaftlichen
> Institutionen) ist weder gleichmachend, friedensbewegt noch
> humanitätstrunken, im Gegenteil. Und es ist schon eine Frechheit, das
> letzte bisschen Anstand, Mitgefühl, Gerechtigkeitsempfinden und
> Courage, das hier und da noch vorhanden ist, für solche Katastrophen
> verantwortlich zu machen.
Dies hat mich auch irritierend. Weder sehe ich eine Gleichmacherei,
im Gegenteil, das sogenannte Unterschichtenproblem zeigt ja auf, dass
eine Gleichmacherei gar nicht möglich ist und auch nicht gewollt.
Humanitätstrunken und friedensbewegt? In Zeiten, in denen
Ellbogenmentalität alles ist um vorwärts zu kommen, in denen das
“sich durchboxen” die einzige Möglichkeit ist, vielleicht irgendwann
nicht zur “Unterschicht” zu gehören, in Zeiten, in denen mehr und
mehr “humanitäre Auslandseinsätze” der Bundeswehr zur Tagesordnung
gehören und Krieg von vielen befürwortet wird - im Kampf gegen was
auch immer?
So ich derzeit im richtigen Lande verweile (Deutschland), so fällt
mir hier eher auf, dass die Gesellschaft einen Egoismus, verbunden
mit einer Gewaltbereitschaft zeigt, die sich schon im Kleinsten
manifestiert. So gilt es als völlig normal, dass sowohl alte Leute
als auch Mütter mit Kindern, Jugendliche und Geschäftsleute etc.
gleichermaßen sich ihre Busplätze mit den Ellbogen erkämpfen. Die
Oma, die mit ihrem Stock dem Jungen gegen das Bein haut ist ebenso
wenig eine Seltenheit wie die Mutter, die einen rabiat zur Seite
drängt um die Bank zusammen mit dem Kind zu bekommen etc. Schon bei
einer Kleinigkeit wie einem Busplatz ist es also gesellschaftlich
mittlerweise Usus, sich auch durch körperliches Verhalten
durchzusetzen. Abgesehen von den stets verlachten Menschen,d ie
Lichterketten bilden oder für Frieden demonstrieren, sehe ich wenig
Friedensbewegtheit und Humanitätstrunkenheit. Eher eine Neigung, das
darwinsche Denken als Status Quo zu etablieren.
Posted by admin on 03 Sep 2008 | Tagged as: Allgemein
news/exhibitions/2008/08/30/the-building/”>eininghaus.com/?p=973″>gesellschaftnke es wird schwierig, einen Job ancarzone.com/older-mbs-classics/26134-emercedesbenz-feature-first-mercedes-propeller-drive-shaft-debuts-1908-a.html”>zu finden wo man NUR
Penetrationtests durchführt. Meist macht man das so nebenbei wenn man
irgendwo als netzwerker oder admin anschafft.
Wenn man jedoch als Profi-Penetrationtester seine Euros verdienen
will muss neben so ziemlich allem was ein admin kann und versteht
(netzwerkprotokolle, dienste, systeme usw) auch noch wissen welche
lücken welche versionen dieser protokolle und dienste haben, wie man
diese aufspürt und auch noch selber exploits schreibt - also _RFCs
lesen (sehr langweilig u. definitiv ohne screenshots), programmieren
lernen usw. Mit bissi Nessus u. nmap kann man so nebenbei zwar die
potentiellen angriffslücken eines systems finden - als vollberuf
penetrationtester kann man mit nessus usw jedoch nicht rumkaspern
(obwohl es schon recht gut und schnell einsetzbar ist, auch für
nicht-vollprofis).
Aber langsam - one step after the other.
Mit bisi XP Wissen kann man freilich GARNIX anfangen. Die Materie ist
abstrakt und kompliziert. Da gehts echt ab bis die Schwarte kracht.
Netzwerktechnik und Serverdienste ist ne ganz andere Geschichte als
bisschen an XP rumzufummeln.
Nicht dass es nicht schaffbar wäre - es dauert nur ca. 2 Jahre bis
man ne Grundahnung hat worum es überhaupt geht und wie das ganze
zusammenhängen könnte.
Installier dir doch mal nen linux server und mach damit BIND, DHCP,
Apache, IPTABLES NAT, oder nen Server2003 mit ACtive Directory und
dem ganzen KingKong.
Oder nen Cisco Router Simulator und lies dich ein und konfigurier mal
OSPF, ACLs, VLANs usw.
Wenn das klappt bzw funktioniert, und du immernoch Spass dran hast,
dann schau ma weiter.
Posted by admin on 02 Sep 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftForen-Gemeinde!
Leider finde ich hier kein richtiges off_Topic Forum, ich sage
sofort, was ich wissen möchte.
Meine Zukunft liegt gerade mal wieder in meiner Hand und ich habe
mich für einen neuen Beruf entschieden. Aus gesundheitlichen Gründen
finanziert mir die BfA eine Umschulung und ich will unbedingt mein
Hobby zum Beruf machen. Arbeit an und mit Computern!
Ich habe bisher 6 Jahre hauptamtlich im Rettungsdienst als sog.
“Rettungsassistent” verbracht. In dieser Zeit habe ich vieles gesehen
und erlebt und nun möchte ich mich verändern. Computer waren für mich
schon immer eine Leidenschaft. Ich fing mit dem guten alten C64 an
und sitze nun vor einer XP-Plattform. Ich muß zugeben, daß ich den
größten Teil meiner Zeit an PC’s nur mit “daddeln” verbracht habe.
Mein Interesse lag aber immer in den Möglichkeiten eines Computers.
Ich habe immer mit Begeisterung Berichte über den CCH und einzelne
Personen aus dieser Szene verfolgt. Ich gebe zu, daß dies zum größten
Teil auf romantischen Phantasien beruhte, aber die Zeit der
“Kinderreihen” sind nun auch für mich vorbei. Es geht um meine
Zukunft und die will ich eben mit etwas Sinnvollem verbringen. Ich
will etwas machen, auf das ich später einmal Stolz sein kann. Etwas
das nicht nur mir selber nützt. Ich hoffe, diese Einstellung klingt
für euch nicht zu polemisch oder trivial.
Ich will nun einen Beruf erlernen in dem ich viel über Programmierung
und Security lernen kann. Leider habe ich kein Abitur und bin somit
auf duale Ausbilungen angewiesen. Was ich bisher über BfA und
Arbeitsagentur in Erfahrung bringen konnte lies mich auf den Beruf
des “Fachinformatikers für Anwendungsentlwicklung bzw.
Systemintegration” schließen. Natürlich bin ich mir nicht sicher ob
ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Außerdem lebe ich in
Schleswig-Holstein in der nähe von Kiel. Hier gibt es nicht viele
IT-Firmen die zudem auch noch ausbilden.
Meine Fragen sind nun:
1. Befinde ich mich mit meiner bisherigen Berufswahl auf dem
richtigen Weg? Ich meine, kann ich mir damit meine Zielsetzung
erfüllen?
2. Kennt jemand Möglichkeiten in dieser Branche eine Fernausbildung
zu machen?
3. Habt ihr alternative Ideen wie ich meinen Berufswunsch erfüllen
kann?
Ich weiß, daß das hier nicht das Arbeitsamt ist. Ich weiß aber durch
das Studium dieses Forum auch, daß hier sehr viele hochqualifizierte
Fachkräfte rumlaufen. Man möge mir diese Formulierung verzeihen.
Außerdem ist dies doch auch mal ne ganz andere Frage, oder?
Ich freue mich wirklich sehr, über jede konstruktive Antwort!
In freudiger Erwartung,
Hochachtungsvoll
Rantanplan178
P.S.: Aus persönlichen Gründen möchte ich zu diesem Zeitpunkt meinen
RL-Namen nicht mitteilen.
Posted by admin on 31 Aug 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaften Worten: Er kann im Zweifelsfall auch bereits gefakte
> Prüfsummen liefern und so den Prüfsummenvergleich präparierter
> Software als Identifikationskriterium neutralisieren.
Das ist richtig. Eine sichere Abwehr wären kryptographische
Signaturen, an Stelle einfacher Prüfsummen.
Aber praktisch halte ich die Manipulation der Checksummen für nicht
ganz trivial, wenn man sich eine Download-Seite mal ansieht: Oft
werden die Checksummen in der Webseite neben dem Download-Link
angezeigt (nur mal als Beispiel:
http://www.gnupg.org/(en)/download/index.html ).
Das bedeutet, dass bereits wenn du das Softwareverzeichnis
durchsiehst bereits die Checksummen verfälscht werden müssen — und
zwar von *allen* dort vorhandenen Programmen, denn man weiß ja nicht,
welches du gleich runterladen wirst. Ziemlich viel Arbeit für den
transparenten Proxy, die ja auch noch schnell gehen muss.
Wenn die Checksummen in separaten Dateien angeboten werden, dann ist
es zwar eher wahrscheinlich, dass du diese Datei erst *nach* dem
Start des eigentlichen Downloads runterlädst, aber das kann ja auch
nicht garantiert werden. (Also in Zukunft immer *erst* bla.sha1
saugen und danach bla — am besten noch von verschiedenen Mirrors.
;-))
cu, Paeniteo
Posted by admin on 30 Aug 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftr kennen sehr wohl viele Gesellschaften die ohne Staat
> > auskommen, beispielweise die vielen Indianischen Stämme, die ohne
> das ist doch völlig unwahr und du widerlegst dich mit dem angeführten
> beispiel selbst. die indianischen stämme sind doch selbst ebenfalls
> durch staats-merkmale geprägt: ….
Nun, bisher hat meines Wissens nach noch keiner versucht der
Indianischen Gesellschaft Nordamerikas ein Staatwesen zu
unterstellen, und Rechte, Oberhäupter und Regeln sind durchaus kein
Anzeichen von “Staat”.
Man kann bei http://de.wikipedia.org/wiki/Staat_und_Gesellschaft
sehr schön lesen, das es unterschiedliche Theorien über die Identität
von Geschellschaft und Staat, oder eben nicht Identität gibt. Aber
gemeinsam ist das so Dinge wie ein gemeinsames Staatsgebiet, ein
feststehendes Regelwerk für alle Gesetze und das ein
Verwaltungsapparat da vorausgesetzt werden. Bei den Indianern fehlte
aber meistens schon das Staatsgebiet, sie waren in der Mehrzahl
wandervölker, und ihre Gesetzgebung war im allg. Bezogen auf ein
abstimmungsverfahren aller Mitglieder. Übrigens auch die Arabischen
Stämme hatten lange ein Gesellschaftsprinzip war keinerlei einem
Staat zuzuordnenden Eigenschaften aufwies. (Geändert hat sich das
erst mit Lawrence of Arabia wohl.)
> > Und, “Staat” entstammt einfach einer Entwicklung, nämlich das
> > Gemeinschaften einfach zu gross wurden um in “gemeinsamen
> > Abstimmungen” noch Konsens herstellen zu können. So haben entweder
>
> du bestätigst mich nur. oder du unterliegst einer begriffsverwirrung.
> offensichtlihc unterscheiden sich staat und gesellschaft bei dir nur
> quantitativ (in der größe). d.h. gemeinschaft/gesellschaft sind für
> dich staaten, wo noch jeder jeden persönlich kennt.
Nein, sie unterscheiden sich bei mir nicht wegen der Grösse, diese
ist nur maßgeblich für die entwicklung von Politischen-Stellvertreter
Rollen.
Wie ganz unten auch angedeuteten “futuristischen Welt” mit
unmittelbaren Abstimmungsmöglichkeiten, kann eine beliebiggrosse
Gesellschaft existieren, die ohne das was wir als Staat wahrnehmen,
nämlich Politiker, Verwaltung, Beamte, Parlamente existieren.
> > Abstimmungen mit allen durchzuführen (Internet). Damit könnte “Staat”
> > vollkommen überflüssig werden, es bräuchte nicht mehr einzelne
> > “Vertreter” und kein “Machtmonopol des Staates” mehr.
> Staat hat nicht notwendigerweise etwas mit Vertretern zu tun. Dann
> wären ja nur die Demokratischen Staaten Staaten.
Ein Diktator, eine Partei, ein Kanzler oder Präsident sind
“Vertreterrollen” mit Machtanspruch. Wie sie ihn erlangt haben spielt
dabei nicht die Rolle.
> wenn du auf die art sagst, es kann eine gemeinschaft ohne staat
> geben, widersprichst du dir also insofern selbst, als du ja unter
> gemeinschaft dasselbe verstehst, wie ich unter staat. (und du
> verstehst unter staat das selbe, wie du unter gemeinschaft verstehst;
> nur die größe scheint den unterschied zu machen; damit stimmst du mir
> wiederrum zu: keine gemeinschaft ohne staat).
Du spielst hier mit Worten, oder bist ein emsiger Verfechter der
Theorien um Hesse und Ehmke. Aber dagegen spricht die Realität,
Gemeinschaften/Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus das sie
“gemeinsame Zielvorstellungen haben”, aber gerade Diktaturen, Könige
und selbst Brüssel sind klare Bespiele dafür das “Staat” und
“Gesellschaft” durchaus nicht immer die selben Interessen verfolgen,
und das BVerfG hat sich laufend mit diesem Widerspruch zu befassen.
> keine gemeinschaft ohne
> staat: das heißt: kein menschliches zusammenleben ohne regeln.
Tja, ein netter Satz, aber nichts aussagekräftiges, auch Computer
folgen Regeln, bilden aber noch lange Keinen Staat, und sogar die
“nichtexistenz” von Regeln kann man als Regel interpretieren. Aber du
hast Recht, wahrscheinlich würde eine Gemeinschaft ohne Regeln nicht
lange existieren, aber den Umkehrschluß, das die Gesellschaft einen
Überbau “Staat” braucht ist daraus nicht ableitbar.
Ich kann mir durchaus in Ferner Zukunft eine Welt vorstellen, wo
Bilaterale Abmachungen (Regeln) zwischen den einzelnen Menschen ein
gemeinsames Regelwerk ersetzen sich also durchaus eine Gesellschaft
bilden kann die ohne Staatsprinzien auskommt. (Aber nur wenn die
Menschheit bis dahin einen enormen Gewinn an Intelligenz erfährt).
> > Aber es ist durchaus denkbar und vielleicht irgendwann einmal
> > realisierbar eine Gesellschaft ohne den Überbau eines Staates zu
> > realisieren.
> Mag sein, nur sprechen wir dann aneinander vorbei. Weil das was du
> unter Staat verstehst, ich verstehe darunter etwas ganz anderes.
> (Allerdings liegt die “Beweislast” bei dir: da du auf ein Posting von
> mir geantwortet hast, solltest du versuchen, in meinen Begriffen zu
> sprechen..)
Ich verstehe unter Gesellschaft eine beliebig grosse Gruppe von
Menschen die gleiche Zielvorstellungen haben, und sich auch daran
halten.
Staat ist für mich ein künstlicher - durch die begrenzten
Kommunikations- und Mitwirkungsmöglichkeiten Apperat, der mal im
Sinne der Gesellschaft handelt, und leider auch immer wieder gegen
die Gesellschaft, sonst bräuchte es nämlich auch in der Demokratie
kein BVerfG was die widersprüchlichen Auffassungen ausgleicht.
In Diktaturen gibts üblicherweise kein solches Instrument, und da
wird der Unterschied von Staat und Gesellschaft eben klar und
deutlich.
Mfg
Silverhair
Posted by admin on 30 Aug 2008 | Tagged as: Allgemein
> Ist es möglich daß der bewußt handelnde, kommunizierende, lesende und
> schreibende Mensch nur ein Sonderfall in einer
> Ballermann-Gesellschaft ist?
Ich glaube nicht, daß es “die” Spaßgesellschaft überhaupt gibt.
Natürlich gibt es einen gewissen Anteil Menschen, die nach der Arbeit
eher seichte Unterhaltung suchen. Das ist aber, mit steigender
Wichtigkeit der werberelevanten Zielgruppe in der Unterhaltung, ein
Vorgang, der diese Gruppe lediglich ins Zentrum der Aufmerksamkeit
rückt. Der/die Durchnittsdeutsche geht (wahrscheinlich) arbeiten,
versorgt 1,x Kinder, macht sich Sorgen um den Job und hat Abends
keine Lust, sich mit weiteren Problemen zu beschäftigen.
Das dieser Lebensstil immer früher einsetzt, liegt vielleicht am
Trend der sog.Globalisierung. Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss
immer mehr geleistet werden, die Kinder sollen schon mit 4 Jahren in
die Schule, Ausbildungsplätz sind rar und schon bei Teenagern steigt
der Leistungsdruck auf Migräne-Niveau. Das alles gab es zwar in
ähnlicher Form früher auch, aber eben nicht die allgegenwärtigen
Medien, die nach immer höheren Quoten streben.
So kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, daß eine
Spaßgesellschaft existiert.
Schönes Beispiel ist die Sendung “bizz” mit ihrem Untertitel “Job,
Geld, Leben”. So einfach scheint die Formel für unser Streben zu
sein. So gesehen würde ich es eher als Konsumgesellschaft bezeichnen,
die ja auch eine Art “Survival of the Fittest” zelebriert. Kein Job,
kein Geld, kein Leben - und damit Ausschluß aus der Gesellschaft.
Wenn man aber genauer hinsieht, dann gibt es durchaus genügend
Angebote die nicht auf dem Niveau von “Gute Zeiten Schlechte Zeiten”
dahindümpeln. Auch die Erfolge von Sendungen wie “Das literarische
Quartett” oder “Lesen!” zeigen, das offenbar doch mehr Menschen an
ernsthafteren Themen interessiert sind, als das Programm von RTL
Posted by admin on 30 Aug 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaft ich Gewalt als letztes Mittel der Verteidigung sehe, und
> zwar als direkte Verteidung, nicht preventiv (das ist keine
> Verteidigung). Deswegen habe ich an andere Stelle z.B. schon mal
> erwähnt, das richtig sein könnte, sich notfalls mit Gewalt gegen
> Monsanto zu wehren.
Wer, um Gottes Willen, ist Monsanto?
> Naja, aber ich denke, dass ich wahrscheinlich andere Dinge als reelle
> Bedrohung sehe als Du. Der Islamismus macht mir jedenfalls z.Z. keine
> Angst.
Wieso glaubst du nur, daß ich vor dem Islamismus Angst habe? Ich
finde nur Religionen zu kotzen, genau wie Hedwig Courts Mahler. Ich
kann bloß nicht die merkwürdige Pseudo- aroganz, toleranz der
Bundesdeutschen nachvollziehen, bei denen z.B. der “Gastarbeiter” zum
“ausländischen Mitbürger” mutierte und weil die Ostdeutschen nicht
mit diesem “Problem” konfrontiert waren sie als “Ausländerfeindlich”
und jetzt “Islamfeindlich” eingestuft werden.
Posted by admin on 29 Aug 2008 | Tagged as: Allgemein
> Mit anderen Worten: Er kann im Zweifelsfall auch bereits gefakte
> Prüfsummen liefern und so den Prüfsummenvergleich präparierter
> Software als Identifikationskriterium neutralisieren.
So wie ich den Artikel verstanden habe, würde ja nur im Bedarfsfall
ein solcher Proxy eingeschaltet. Da muss man der Zielperson dann aber
auch gleich noch einen neuen Public Key unterschieben, damit dieser
die Manipulation an den Prüfsummen nicht erkennen kann. Schließlich
werden die Behörden wohl kaum an die echten Private Keys der
Distributoren gelangen.
In einem funktionierenden “Web of Trust” wäre das Einschmuggeln
falscher Public Keys eigentlich unmöglich, da diese ja keine
vertrauenswürdigen Signaturen tragen könnten. Wie gesagt, ein
funktionierendes WoT vorausgesetzt. Aber selbst wenn die Zielperson
die Authentizität des Schlüssels nicht überprüfen könnte, so würde
ein wachsamer Benutzer (und das werden die bösen Buben vorwiegend
sein, wohlwissentlich, dass sie ja von den Guten auf’s Korn genommen
werden könnten) zumindest stutzig, wenn mitten im Release-Zyklus ein
neuer Schlüssel vom Distributor kommt, und vielleicht mal nachfragen
oder auf den Seiten des Distributors nach einer Begründung suchen,
welche er nicht finden kann, wenn diese Seiten nicht auch manipuliert
wären.
Gruß
Marcus
Posted by admin on 28 Aug 2008 | Tagged as: Allgemein
>
> Das ist imho ein wichtiger Punkt. Und hat mit der Postmoderne zu tun.
> Und ist auch wieder kein typisch deutsches Phänomen. Das
> Multikulti-Projekt der verirrten Postmodernen (die
> Beliebigkeitsrethoriker, Gleichmacher und Ego-Absolutisten) ist in
Wer genau eigentlich will/wollte das, geht das konkreter? Sind die
“Beliebigkeitsrethoriker” auch “Gleichmacher” und Ego-Absolutisten,
oder sind das verschiedene Ideen?
Was sind denn die derzeit (in den Medien) vorherrschenden Ideen vom
Zusammenleben, von Politik? Solche?
> der Tat eine grosse Verlogenheit. “Es gibt keine absoluten Werte”,
> das ist die richtige Erkenntnis der Postmoderne. Dass es aber
Falsch, es gibt keine absolute (etwa religiös oder
naturwissenschaftlich begründete) WAHRHEIT (von einigen banale
chemischen und physikalischen Phänomenen abgesehen, aber auch die
sind philosophisch angreifbar…), aus der sich solche (moralischen)
Werte automatisch, verbindlich, ergeben würden. Das bedeutet aber
noch lange nicht: Anything goes. Siehe:
>(im Kern haben alle Menschen die gleichen Bedürfnisse und
> das gleiche Lebensrecht),
> Orientierungslosigkeit der Postmoderne. Sie haben mit Recht falsche
> Autoritäten entlarvt und deshalb soll es jetzt gar keine Autoritäten
> und keine Hierarchie mehr geben. Das ist der Fehler, das heißt, das
Richtig - aber wer/was ist eine Autorität und warum? Wie legitimiert
sich eine Autorität? Wie kam es zu einem Unmut über vermeintliche
oder wirkliche Autoritäten?
Hier, einer der wichtigsten “postmodernen” poststrukturalistischen
Philosophen:
de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Deleuze
Warum sollte man denn nun eine Hierarchie einem Rhizom (wieder)
vorziehen?
Meinst du überhaupt solche Ideen, wenn du über “Postmoderne” redest?
> Kind mit dem Bade ausschütten. In den USA kann man jemandem wegen der
> absurdesten Kleinigkeit “Diskriminierung” vorwerfen und damit
> Prozesse gewinnen (es ist kein auf Deutschland beschränktes Problem).
>
Sind dann nur die Gesetze schlecht gemacht, oder ist Diskriminierung
doch ok, oder gibt es garkeine Diskriminierung, oder kann man einfach
nichts gegen sie tun? Hat es vielleicht mit der Unmöglichkeit zu tun,
festzulegen, ab wann eine Diskriminierung eine solche ist, also
verletzt und diskriminiert? Da wär man wieder mal bei der Wahrheit…
> Damit ich nicht mißverstanden werde, die Nationalismus-Rethorik der
> Rechten ist imho Ideologie oder, noch schlimmer, Fundamentlismus. Und
> das ist in Deutschland besonders gefährlich.
>
Sie ist vor allem im Kern nicht rational, behauptet dies aber.
> Zweitens, die politische Entwicklung ist auf der Welt an einem Punkt
> angekommen, wo die nationale Indentität dabei ist ihre Bedeutung zu
> verlieren. (Ich meine nicht nur die wirtschaftliche Seite der
> Globalisierung, also die neoliberale Inquisition, sondern in erster
> Linie das Bewußtsein der Menschen und die Kultur.) Und hier gibt es
> kein Zurück mehr. Es sind Lösungen gefragt, die politisch (zur Zeit
> ist Politik nur Wirtschaftspolitik) und kulturell supranationale
> Lösungen anpeilen. Wie gesagt, phasenspezifisch (zeitlich) und
> regional bleibt Patriotismus von Bedeutung. Das zu negieren führt in
> den Totalitarismus. Das haben wir auch schon genügend in der Praxis
> erfahren.
>
Patriotismus-Patria-Vaterland. Jemand, der nur seine Region oder
Stadt besonders schätzt und sich ihr emotional tief verbunden fühlt
und/oder sich entsprechend vor Ort engagiert, ist noch kein Patriot
im Sinne des Wortes, bevor er diese Gefühle nicht abstrahiert und
dann auf alle weiteren Regionen und Städte ausdehnt, die sich auf
aktuellen Landkarten innerhalb der Staatsgrenzen des jeweiligen
Landes befinden.
Andererseits redet unser Bundespräsident viel von Patriotismus, und
hat doch in seinem vorherigen Job die weltweite Globalisierung
persönlich forciert, wie passt das denn nun zusammen?
Was für eine absurde Vorstellung überhaupt, dass alle Menschen in
einem ja relativ willkührlich entstandenen Staatsgebiet einen
einheitlich gleichen oder auch nur sehr ähnlichen, von dem in anderen
Staatsgebieten deutlich unterscheidbaren Lebensstil pflegten, dem man
sich speziell verbunden fühlen müsste. Wo gibts denn sowas?
Was wär denn dann “deutsch”? “Korrekt und pünktlich” z.B. sind “die
Engländer” (?) doch auch. Was soll der Kitt zwischen mir und
Abendsonne sein? Was ist eine Kultur, wie entsteht sie, und ist sie
nicht ständig im Wandel? Gibt es klare Grenzen zwischen Kulturen oder
ist es eher ein Farbverlauf? Fragen über Fragen.