gesellschaftanz davon abgesehen, dass der Film an vielen Dingen Kritik übt,
> > > liegt dem Ganzen das Konzept vom “arabischen Terroristen” zugrunde,
> > > der die USA bedroht.
> >
> > Nun ja, der “arabische Terrorist” ist ja Fakt
>
> So einfach ist das nicht. Terrorismus existiert völlig unabhängig von
> irgendwelchen ethnischen Merkmalen. Der “arabische Terrorist” ist ein
> Propaganda-Instrument.
Terrorismus ist ja auch ein Begriff, der von der Position des
Betrachters abhängt. Aus Nazisicht ware die französiche Resitance
auch eine Terrorgruppe. Auch hast Du recht, dass der “arabische
Terrorist” für Propagandazwecke missbraucht wird - sicher auch in
diesem Film, aber nicht als “Key-Message”. Die in einem Stadion
eingekesselten Araber werden ja keinesfalls als Bedrohung stilisiert
sondern die eher die Militärschergen um Bruce Willis.
Desweiteren muss ich allerdings sagen, daß der “arabische Terorist”
ja nicht pure Erfindung von Spin-Doctors aus den Think-Tanks
Washington ist. Sicher ist er existent - und dazu noch (aus
westlicher Sicht) existenter als andere Terroristen. ETA, IRA und Co.
sind still, die Tamil Tigers, werden hier für eine Basketballtruppe
gehalten und der Rest sind halt Mohamedanner - da kannst Du Dich
drehen und wenden, wie Du willst.
> > gesagt, ich sehe in dem Film eher einen Apell an die Unverrückbarkeit
> > der Menschenrechte und der Wert, auf die Gods own Country so stolz
> > ist.
>
> Warum hat man sich dann für arabische Terroristen entschieden und
> keinen Film beispielsweise über Bootcamps gedreht?
Hätte man auch machen können - warum ist der Pate Italiener und nicht
Mitglied der Triaden ?
> Zumal der Film mit
> dieser Konnotierung einer langen Tradition amerikanischer
> Action-Streifen folgt.
Tja, Hollywood halt …
> > Der Film ist eigentlich eine gelunge Antwort auf Guantanmo und
> > Abu Graib, lange bevor diese stattfanden.
>
> Also da kann ich keine Zusammenhänge erkennen, sorry. Inwiefern
> würdest du das begründen können?
Das ist doch offensichtlich - oder nicht ?
Der Bad-Guy foltert, sperrt ohne Anklage ein und setzt sich über
Völker- und nationales Recht und Menschenrechte hinweg um sein Land
vor dem “Terror” zu schützen.
Der Good-Guy sagt, der “Terror” hätte sein Ziel erst dadurch
erreicht, daß die USA, die Werte und Gesetze auf die sie sich
berufen, zur Bekämpfung ebendessen über Bord werfen.
Für mich könnte dies auch heute vor dem Hintergrund “Guantanamo”
spielen.
> > Naja, was irgendwelche Lobbygruppen zu sagen haben, finde ich
> > eigentlich nicht so interessant.
>
> Ähm, die Kritik beschränkte sich keineswegs nur auf Lobby-Gruppen,
> sondern war alltäglich präsent und kam auch aus journalistischer
> Ecke.
OK, ich stimme häufiger mit Kritikern nicht überein, vor allem wenn
sie die PC-Keule schwingen ;-) > > Das sind für mich keine
> > ernstzunehmenden Kritiken.
>
> Weil sie deine Meinung nicht teilen?
Nein, aber Lobby-Gruppen (diese Kritik hattest Du gepostet) sind für
mich eine ernstzunehmenden Kritiker.
> > Ich bin ja auch weit entfernt den Film über den grünen Klee zu loben,
> > aber eine 7 auf meiner 10er Skala würde er schon bekommen.
>
> Wie gesagt, es geht mir nicht darum, den Film als Gesamtwerk schlecht
> zu reden - immerhin bin ich selbst ein ziemlicher Fan von Denzel
> Washington. Es ging mir darum, aufzuzeigen, dass es durchaus
> Hollywood-Streifen gab und gibt, die sich über das Thema des bösen,
> islamistischen Terroristen definieren.
Da stimme ich ja auch mit Dir überein - nur lasse ich es nicht
gelten, dass in diesem Film Araber als solche diffamiert werden. Mit
dem “Klischee” (das eigentlich keines ist ;-)) des “arabische
Terroristen” spielt der Film, das ist klar, da gehen wir d