gesellschaftie kann es
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> > einen Liberalismus geben, ohne einen Wirtschaftsliberalismus?
> >
> > Natürlich kann es das.
>
> Nein, das kann es nicht. Man kann nicht selektiv Freiheiten
> verteilen. Ein (liberaler) Staat bewahrt die Rechte und Freiheiten
> seiner Bürger. Dazu gehört ebenfalls die Handels- und
> Gewerbefreiheit. Meine Frage war einmal, wo denn eigentlich der
> Liberalismus, den Suchsland so gefährdet sieht durch einen schlechten
> Film, in Deutschland eigentlich ist?
Suchsland meint sicher eher die liberale Gesinnung, im Sinne von
Laizer-faire.
Meinungsfreiheit ist zu aller erst die Meinungsfreiheit der
Andersdenkenden. Insofern könnte man diesen Film (auch finde das
stark übertrieben) als Nagelprobe für die eigene Einräumung der
Freiheiten Andersdenkender betrachten.
> > Die “neoliberalen Wirtschaftskonzepte”, die uns
> > heutzutage vortgetragen werden, sind eigentlich libertäre Konzepte.
> > Neoliberal ist eigentlich die soziale Marktwirtschaft eines Ludwig
> > Erhards, die die “Neoliberalen” von heute so gerne anzweifeln.
>
> Ja, so könnte man es bezeichnen. Ich denke jedoch, das Wort
> “neoliberal” lässt sich mittlerweilen in D nicht mehr verwenden, es
> ist “verbraucht”, bis zur Unkenntlichkeit benutzt.
Richtig, nennen wir das Kind beim Namen. Korpokratismus und
Meudalismus.
> > Mitnichten - der Liberalismus ist aus der Aufklärung entstanden. Es
>
> Streiche das “Mitnichten”. Ja, der Liberalismus ist nach und aus der
> Aufklärung entstanden. Aber seine eigentliche Blüte hatte er Anfang
> und Mitte des 19. JH. aus der Forderung nach weniger staatlichem
> Eingriff, der damals vor allem aus Zöllen und Handelseinschränkungen
> bestand.
Das ist vom Betrachter abhängig - ich würde die Menschenrechte als
zentrales Element sehen, aber Deine Sichtweise ist sicher ebenfalls
legitim.
> > ging um die Befreiung von Dogmen und Feudalismus und die Recht des
> > Individuums gegenüber dem Staat.
>
> Ja sicher, die Radikalen haben sich vor allem dafür eingesetzt.
… da es ein zentraler Punkt ist. Der Liberalismus wurde von den
“Radikalen” erfunden - schon vergessen ?
> > Sicher spielten im damaligen Kontext
> > wirtschaftliche Belange eine Rolle (es ging mehr um die Freiheit des
> > Wirtschaftssubjektes vor dem Staat) aber von einem puren
> > Wirtschaftsliberalismus zu sprechen ist falsch.
>
> Meine Frage war ja auch eine andere, nämlich: Wie kann es einen
> Liberalismus ohne einen Wirtschaftsliberalismus geben?
Wir reden aneinander vorbei - wenn Du damit die o.g. Punkte meinst,
stimme ich Dir sogar größtenteils zu.
>
> > > > > > Jupp, wer Freiheit will, braucht vor allem Mut
> > > > >
> > > > > Zu was?
> > > >
> > > > Die Freiheit zu leben.
> > >
> > > Hä? Sind wir nun beim Kaffeekränzchen gelandet?
> >
> > Nein - wenn Die das zu hoch ist, können wir es aber gerne
> > ausklammern.
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> Ich lerne gerne. Führst Du mir nun aus, was damit gemeint ist?
Sicher - gemeint ist, daß man die Freiheit des Individuums vor dem
Staat auch verteidigen muss. Man muss diese Freiheiten leben können -
und sich nicht vor irrealen Bedrohungsszenarien