gesellschaftr kennen sehr wohl viele Gesellschaften die ohne Staat
> > auskommen, beispielweise die vielen Indianischen Stämme, die ohne
> das ist doch völlig unwahr und du widerlegst dich mit dem angeführten
> beispiel selbst. die indianischen stämme sind doch selbst ebenfalls
> durch staats-merkmale geprägt: ….
Nun, bisher hat meines Wissens nach noch keiner versucht der
Indianischen Gesellschaft Nordamerikas ein Staatwesen zu
unterstellen, und Rechte, Oberhäupter und Regeln sind durchaus kein
Anzeichen von “Staat”.
Man kann bei http://de.wikipedia.org/wiki/Staat_und_Gesellschaft
sehr schön lesen, das es unterschiedliche Theorien über die Identität
von Geschellschaft und Staat, oder eben nicht Identität gibt. Aber
gemeinsam ist das so Dinge wie ein gemeinsames Staatsgebiet, ein
feststehendes Regelwerk für alle Gesetze und das ein
Verwaltungsapparat da vorausgesetzt werden. Bei den Indianern fehlte
aber meistens schon das Staatsgebiet, sie waren in der Mehrzahl
wandervölker, und ihre Gesetzgebung war im allg. Bezogen auf ein
abstimmungsverfahren aller Mitglieder. Übrigens auch die Arabischen
Stämme hatten lange ein Gesellschaftsprinzip war keinerlei einem
Staat zuzuordnenden Eigenschaften aufwies. (Geändert hat sich das
erst mit Lawrence of Arabia wohl.)
> > Und, “Staat” entstammt einfach einer Entwicklung, nämlich das
> > Gemeinschaften einfach zu gross wurden um in “gemeinsamen
> > Abstimmungen” noch Konsens herstellen zu können. So haben entweder
>
> du bestätigst mich nur. oder du unterliegst einer begriffsverwirrung.
> offensichtlihc unterscheiden sich staat und gesellschaft bei dir nur
> quantitativ (in der größe). d.h. gemeinschaft/gesellschaft sind für
> dich staaten, wo noch jeder jeden persönlich kennt.
Nein, sie unterscheiden sich bei mir nicht wegen der Grösse, diese
ist nur maßgeblich für die entwicklung von Politischen-Stellvertreter
Rollen.
Wie ganz unten auch angedeuteten “futuristischen Welt” mit
unmittelbaren Abstimmungsmöglichkeiten, kann eine beliebiggrosse
Gesellschaft existieren, die ohne das was wir als Staat wahrnehmen,
nämlich Politiker, Verwaltung, Beamte, Parlamente existieren.
> > Abstimmungen mit allen durchzuführen (Internet). Damit könnte “Staat”
> > vollkommen überflüssig werden, es bräuchte nicht mehr einzelne
> > “Vertreter” und kein “Machtmonopol des Staates” mehr.
> Staat hat nicht notwendigerweise etwas mit Vertretern zu tun. Dann
> wären ja nur die Demokratischen Staaten Staaten.
Ein Diktator, eine Partei, ein Kanzler oder Präsident sind
“Vertreterrollen” mit Machtanspruch. Wie sie ihn erlangt haben spielt
dabei nicht die Rolle.
> wenn du auf die art sagst, es kann eine gemeinschaft ohne staat
> geben, widersprichst du dir also insofern selbst, als du ja unter
> gemeinschaft dasselbe verstehst, wie ich unter staat. (und du
> verstehst unter staat das selbe, wie du unter gemeinschaft verstehst;
> nur die größe scheint den unterschied zu machen; damit stimmst du mir
> wiederrum zu: keine gemeinschaft ohne staat).
Du spielst hier mit Worten, oder bist ein emsiger Verfechter der
Theorien um Hesse und Ehmke. Aber dagegen spricht die Realität,
Gemeinschaften/Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus das sie
“gemeinsame Zielvorstellungen haben”, aber gerade Diktaturen, Könige
und selbst Brüssel sind klare Bespiele dafür das “Staat” und
“Gesellschaft” durchaus nicht immer die selben Interessen verfolgen,
und das BVerfG hat sich laufend mit diesem Widerspruch zu befassen.
> keine gemeinschaft ohne
> staat: das heißt: kein menschliches zusammenleben ohne regeln.
Tja, ein netter Satz, aber nichts aussagekräftiges, auch Computer
folgen Regeln, bilden aber noch lange Keinen Staat, und sogar die
“nichtexistenz” von Regeln kann man als Regel interpretieren. Aber du
hast Recht, wahrscheinlich würde eine Gemeinschaft ohne Regeln nicht
lange existieren, aber den Umkehrschluß, das die Gesellschaft einen
Überbau “Staat” braucht ist daraus nicht ableitbar.
Ich kann mir durchaus in Ferner Zukunft eine Welt vorstellen, wo
Bilaterale Abmachungen (Regeln) zwischen den einzelnen Menschen ein
gemeinsames Regelwerk ersetzen sich also durchaus eine Gesellschaft
bilden kann die ohne Staatsprinzien auskommt. (Aber nur wenn die
Menschheit bis dahin einen enormen Gewinn an Intelligenz erfährt).
> > Aber es ist durchaus denkbar und vielleicht irgendwann einmal
> > realisierbar eine Gesellschaft ohne den Überbau eines Staates zu
> > realisieren.
> Mag sein, nur sprechen wir dann aneinander vorbei. Weil das was du
> unter Staat verstehst, ich verstehe darunter etwas ganz anderes.
> (Allerdings liegt die “Beweislast” bei dir: da du auf ein Posting von
> mir geantwortet hast, solltest du versuchen, in meinen Begriffen zu
> sprechen..)
Ich verstehe unter Gesellschaft eine beliebig grosse Gruppe von
Menschen die gleiche Zielvorstellungen haben, und sich auch daran
halten.
Staat ist für mich ein künstlicher - durch die begrenzten
Kommunikations- und Mitwirkungsmöglichkeiten Apperat, der mal im
Sinne der Gesellschaft handelt, und leider auch immer wieder gegen
die Gesellschaft, sonst bräuchte es nämlich auch in der Demokratie
kein BVerfG was die widersprüchlichen Auffassungen ausgleicht.
In Diktaturen gibts üblicherweise kein solches Instrument, und da
wird der Unterschied von Staat und Gesellschaft eben klar und
deutlich.
Mfg
Silverhair