gesellschaftschlichtweg darauf die-neue-gesellschaft/”>zurückzuführen, daß der Staat in seiner
> Regelungswut kein Maß und keine Grenze mehr kennt.
Vielleicht der Staat, in dem du lebst. In D kann ich jedenfalls nichts
von überbordender Regelungswut erkennen, die über das ärgerliche
Problem einer sich selbst beschäftigenden Bürokratie hinausgeht.
> Wer alles und jedes regeln will, wird schließlich verdientermaßen
> gar nicht mehr regeln, da die Regelungen schlichtweg ignoriert
> werden.
Exakt. Und wer ohne Maß und Grenze Daten sammelt wird darin ertrinken.
> Woher dieses besondere Vertrauen in die Weisheit des
> Staates kommt, ist mir angesichts der Katastrophen des 20. Jhdt.
> völlig unverständlich.
Das ist eines unserer Probleme: man hat uns beigebracht, den Staat als
Feind zu sehen und ist so über das Ziel hinausgeschossen. Blindes
Untertanentum und blinde Systemopposition sind beide mit der Demokratie
nicht vereinbar. Schlaue Erkenntnis, oder? Ohne einen
Vertrauensvorschuss gegenüber den ‘Machern’ wird’s nicht gehen. Ob sie
den verdienen muss man später sehen. Ich weiss jedenfall keinen anderen
Weg.
> Wo bekommt man heute eigentlich noch einen solchen Untertanengeist
> vermittelt?
Das frage ich mich auch.