Juli 2008
Monthly Archive
Finde deine-Gesellschaft
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Posted by admin on 18 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftFilm, in dem alle vorkommenden Westler legitime Lynchobjekte
> sind, bezeichne ich als anti-westlich. Die genaue Nationalität ist
> mir dabei relativ wurscht.
Es sind nur die bösen(tm) Westler, die sterben. Solche die töten oder
foltern lassen. Da unterscheidet sich der Film nicht von ebensolchen
billigen Action-Streifen aus Hollywood. Das einzige was anders ist:
auf einmal sind die US-amerikaner die Bösen(tm) und sterben und eben
nicht andere Völker. Das mag zwar eine Markenzeichenverletzung sein,
Im übrigen sind sie nicht Lynchobjekte. Sie sterben im Kampf Gut
gegen Böse. Ganz so wie es uns Hollywood vormacht. Stört dich etwa,
dass man im Kampf gegen das Böse nicht töten darf? Dann richte deine
Kritik gen Westen.
> Du willst so ein Machwerk lieber “Kampf gegen die Unterdrückung”
> nennen? Das tut nicht mal die türkische Film-Industrie.
Nein, das hast du falsch verstanden. Im Film ging es darum.
Zum Thema zurück, nach der Ablenkung: Deine Modernisierung hast du
dir aus den Fingern gesogen.
> > Was ist eigentlich Westintegration?
>
> Das, was Japan, Indien, Südamerika, Südafrika auch geschafft haben,
> bzw. schaffen werden: Enge Zusammenarbeit mit dem Westen und
> Akzeptanz der zivilisatorischen Werte. Daraus folgend:
> Wirtschaftlicher Aufbau und Zunahme der Freiheiten der Staatsbürger.
Das ist kräftiger Imperialismus, den du da von dir gibst. Warum
sollten Länder eng mit dem Westen zusammenarbeiten? Was heißt
“Akzeptanz der zivilisatorischen Werte”? Unterstellst du etwa, dass
unsere nicht näher bezeichneten “zivilisatorischen Werte” das
Non-Plus-Ultra sind und andere Länder solche nur haben, wenn sie
“Westintegration” betreiben?
Zu deinen Beispielen:
In Südafrika haben wir einige westliche zivilisatorische Werte
gesehen: Rassentrennung, Rassenverachtung, Dominanz einer weißen
Minderheit über die schwarze Mehrheit. Genauso wie in den USA.
Südamerika kehrt sich gerade ab vom Westen. Von den zivilisatorischen
Werten wie Ausbeutung und Unterstützung von Diktaturen haben die
Länder langsam die Nase voll und besinnen sich auf einen
Südamerikanischen Weg.
Und Japan mit seinem veralteten Majoritätsprinzip und
Arbeitsbrigaden, deren Anblick unangenehme Assoziationen weckt?
Und welche Freiheit meinst du? Die Freiheit, die die USA den Irakern
gebracht haben? Davon haben die Iraker erst einmal wenig gesehen,
dafür aber Bomben aus den USA. Die USA haben es geschafft, dass es
der Irakischen Bevölkerung nach dem Einmarsch der Friedensbringer
schlechter geht als unter dem Diktator Saddam Hussein.
Danke, Birne. Auf deine westlichen Werte kann ich getrost verzichten.
Und die Völker der Welt auch.
Posted by admin on 17 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftre Gesellschaft nur solche Führungskräfte hervorbringen
> kann wie diese, verwundert nicht, ist doch die Gesellschaft selbst
> genauso so: Auf Individuen atomisiert, die jeglichen Überlick fürs
> Gesamte und ihre Position darin verloren habend um möglichst große
> Krümel des Restkuchens kämpfen.
Ideologie macht halt nicht satt und in einer zunehmend
individualisierten Welt, gibt es keinen *Überblick* mehr.
Dass es keine Leute mehr gibt, die sich für eine Verbesserung
einsetzen, ist aber definitv falsch. Leider schaffen die es
aber nicht in die Chefetagen von Politik und Wirtschaft, bzw.
wenn sie es (nach Jahren) schaffen sind sie genauso phantasie-
und motivationslos
> bloß, um dieses Wissen verwerten zu können, keiner hat Träume oder
> Ideale außer Karriere und Erfolg, welcher sich aber nicht an der
> eigenen Zufriedenheit oder der Qualität der erreichten Ziele richtet,
> sondern vor allem am Vergleich mit den anderen “Mitläufern”
> (Konkurrenten).
Muss sich das gegenseitig ausschliessen? Ich will auch Karriere
und Geld und setze mich trotzdem für die Gesellschaft ein.
Ich habe auch jede Menge Träume, bin aber realistisch genug
einzusehen, dass ich 99,99% davon ohne Geld nie realisieren
werden kann.Thats capitalism.
> Mainstream-Themen für das eigene Leben ernst nimmt, der daran glaubt,
> durch eine Regierung repräsentiert zu sein, der noch an “das System”
> glaubt, durchaus repräsentiert.
Da widerspreche ich dir vehement.
Nur weil Politiker ihre Einzelinteressen vertreten,
vertreten sie noch lange nicht die Einzelinteressen
der Bürger.
> wirkliche Befriedigung zu geben vermag. Allerdings bezweifle ich,
> dass sich diese Bewegung, sofern es sie gäbe, sich politisch
> repräsentieren ließe,
Repräsentieren nein, aber beteiligen ja.
Das geht ganz einfach und nennt sich direktdemokratisch.
Wie du selber argumentierst, müsste das der nächste
logische Schritt in der politischen Entwicklung einer
individualisierten Gesellschaft sein. Tatsächlich haben
das Leute (mit Blick fürs Große
Posted by admin on 16 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
> > Deine Bewunderung für die vermeintl. Gewinner der Globalisierung
> > erinnert an die klammheimliche Bewunderung für Kriminelle, denen ein
> > besonders ausgeklügeltes Rififi gelungen ist.
>
> Ein kleiner Auszug aus dem kommunistischen Manifest:
>
> Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen,
> patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die
> buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen
> Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band
> zwischen Mensch und Mensch übriggelasssen als das nackte Interesse,
> als die gefühllose ,,bare Zahlung. Sie hat die heiligen Schauer der
> frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der
> spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer
> Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert
> aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieftfen und
> wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit
> gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen
> und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene,
> unverschämtel, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
>
> Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu
> betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat
> den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der
> Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
>
> Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen
> rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines
> Geldverhältnis zurückgeführt.
>
> Die Bourgeoisie hat enthüllt, wie die brutale Kraftäußerung, die die
> Reaktion so sehr am Mittelalter bewundert, in der trägsten
> Bärenhäuterei ihre passende Ergänzung fand. Erst sie hat bewiesen,
> was die Tätigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz
> andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische
> Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Züge
> ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge.
>
> Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die
> Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also
> sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu
> revolutionieren. Unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise
> war dagegen die erste Existenzbedingung aller früheren industriellen
> Klassen. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die
> ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die
> ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisieepoche vor
> allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem
> Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden
> aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können.
> Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht,
> und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre
> gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.
>
> Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre
> Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß
> sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen.
>
> Mit spießbürgerlichen Grüßen
Es ist ein wunderbarer Absatz. Natürlich vermischt Marx hier die
Bourgeoisie mit seiner eigenen Analyse und zwar so, dass sie sich
nicht als Heldin der modernen Welt, die sie eigentlich ist, mit sich
selbst identifizieren kann, steht sie doch für den Idealismus, den er
durch sie nun zerstört sieht. Dabei ist das Ganze aber doch auch ein
bischen scheinheilig, denn auch er glaubt ja selbst nicht die Bohne
an das Heilige, an das Ständische und Stehende, an idyllische,
patriarchale Verhältnisse und altehrwürdige Vorstellungen, kurzum an
die Schäferromantik, die ihre Sehnsüchte auf das Mittelalter
projizierte und danach strebte dies zu restaurieren.
Nun gab es für Marx jedoch noch einen anderen, positiven Helden,
nämlich das Proletariat, dass in seiner rohen Kraft die
Industrialisierung in Gang hält. Weit davon entfernt, die Barbarei
der Moderne umkehren zu wollen und zum Fürsprecher der Reaktion zu
werden ( gerade er verwahrt sich dagegen, wie z.B. im mittleren
Absatz ), wollte Marx die in dieser rohen Natur gebundene Energie
freisetzen. In einer weiteren Revolution. In dieser Roheit konnte
jedoch auch etwas vom unvermittelten Charakter der alten Welt
überleben. Der historische Materialismus hatte nun aber nicht nur die
Funktion den Idealismus zu überwinden, der die konkrete Analyse
verkleistert und den klaren Blick entschärft, sondern er sollte auch
dort Objektivität herstellen, wo gehandelt und verhandelt wird. Das
war dann der schwierigere Teil von Marx Arbeit, mit dem er nie fertig
geworden ist: der Kapitalismus war nämlich schon weiter als die
Dialektik von Subjekt und Objekt. Werte sind nicht subjektiv oder
objektiv. Sie werden verhandelt und immer wieder neu verhandelt und
gehandelt und bleiben damit kontingent. Der Wert wird operational
definiert und nicht nach intrinsischen Kriterien. Die Kontingenz wird
für einen kurzen Moment aufgehoben im Preis, der jedoch selbst eine
variable und vor allem statistische Größe darstellt: Händler
orientieren sich immer an anderen Preisen und treten nicht als
Souveräne auf. Es ist genau diese radikale Kontingenz des Wertes, der
im Tauschakt erst bestimmt wird, unter Einbeziehung der Information
über vergleichbar bestimmte Werte, statt ihm absolut vorauszugehen,
welcher die radikale Wertkritik nach sich gezogen hat, angefangen mit
der von David Ricardo übernommenen Arbeitswerttheorie, auf der sich
der Begriff des Mehrwerts und damit jener der Ausbeutung stützen. In
jedem Falle wird der Versuch unternommen zur Quelle des Wertes
zurückzukehren ohne große Aussicht allerdings, aus dieser
Objektivität einmal den Tausch ableiten zu können. In dieser Rückkehr
zum Objekt war die Theorie selbst noch romantisch.
In der Banalität und Kontingenz der Verhandlung, die immer in einem
Kompromiss endet und immer nur weitere Verhandlungen von gleichem Typ
nach sich zieht, ist die alte Macht und letztlich auch das
christliche Abendland in seiner übersteigerten Subjektivität
untergegangen. Die Macht, die verbunden ist mit dem allsehenden Auge
Gottes, weiß selbst nicht, wohin der Preis sich bewegen wird, wie die
Interessen morgen beschaffen sein werden, was der Markt gerade will.
Das ist das berühmte “Chaos der Marktes”, dass nun zum letzen
Herrscher wird, nachdem die Idee der Herrschaft, die eines
herrscherlichen Subjekts in ihm ad absurdum geführt wurde.
Tloen
Posted by admin on 16 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftiner Auszug aus dem kommunistischen Manifest:
Hier eine kleine Ergänzung (nur mit copy und past abgekupfert, man
verzeihe mir das. Aber immerhin, man muss wenigstens wissen, WAS man
abkupfern will, wenn man etwas abkupfern will, denn; Wie man in den
Wald hineinruft, so schallt es heraus. Fürs Internet angewendet:
KLlicke auf Werbebanner oder wisse, was du suchst.
“Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher,
und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50
Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle
menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert
kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des
Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide
encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.”" - Diese recht
bekannte Aussage wird von Marx lediglich in einer Fußnote als Beleg
zitiert. Sie stammt nach seiner Angabe von J. Dunning. Zitat in: Das
Kapital, Band I. Siebenter Abschnitt: Der Akkumulationsprozess des
Kapitals. MEW 23, S. 788, 1867″
> Mit spießbürgerlichen Grüßen
In diesem Sinne
Posted by admin on 16 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftunderung für die vermeintl. Gewinner der Globalisierung
> erinnert an die klammheimliche Bewunderung für Kriminelle, denen ein
> besonders ausgeklügeltes Rififi gelungen ist.
Ein kleiner Auszug aus dem kommunistischen Manifest:
Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen,
patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die
buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen
Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band
zwischen Mensch und Mensch übriggelasssen als das nackte Interesse,
als die gefühllose ,,bare Zahlung. Sie hat die heiligen Schauer der
frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der
spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer
Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert
aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieftfen und
wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit
gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen
und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene,
unverschämtel, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu
betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat
den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der
Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen
rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines
Geldverhältnis zurückgeführt.
Die Bourgeoisie hat enthüllt, wie die brutale Kraftäußerung, die die
Reaktion so sehr am Mittelalter bewundert, in der trägsten
Bärenhäuterei ihre passende Ergänzung fand. Erst sie hat bewiesen,
was die Tätigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz
andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische
Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Züge
ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge.
Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die
Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also
sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu
revolutionieren. Unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise
war dagegen die erste Existenzbedingung aller früheren industriellen
Klassen. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die
ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die
ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisieepoche vor
allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem
Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden
aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können.
Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht,
und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre
gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.
Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre
Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß
sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen.
Mit spießbürgerlichen Grüßen
Posted by admin on 14 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftelten ist mir so übel geworden, wie beim lesen dieses Textes.
Ein derartig perfides neoliberales Geschwätz habe ich selten so
unverstellt lesen können. Obwohl der “Autor” versucht seine
eigentliche Intention zu verstecken.
Allein diese Begrifflichkeit von: mehrdimensionaler Gerechtigkeit,
soll wohl heißen:
Arm, schwach, krank und alt = darf sterben, am besten heute, nicht
erst morgen
Reich = noch mehr Geld, weniger soziale Verantwortung mit Lizenz zur
Inhumanität
Arbeitssklaven = Ausbeutung bis zum erbrechen. Weniger Lohn, mehr
Arbeit. Cola-Dosen-Prinzip: Aufreißen, auslutschen, wegschmeißen
Welchen Einschnitt in die Sozialsysteme darf es denn noch geben ?
Wer Jürgen Habermas erwähnt, sollte ihn gelesen und auch verstanden
haben.
Es entspringt wohl eher einer vulgären Eitelkeit, sich mit solchen
Namen zu schmücken, ohne jedoch konkret Stellung zu beziehen.
Da kommt jemand aus dem Urlaub und entblödet sich nicht, hier an
dieser Stelle in infantilster Form seine “Beleidigung” auszudrücken,
das sich hier immer noch nichts geändert hat. Dann greift er in seine
Kiste mit viel Privatlogik, und textet ein neoliberales Gewäsch
zusammen, was seines gleichen sucht.
Ich kann da Medizin empfehlen. Damit die wirkt, bedarf es allerdings
eine Minimum an Substanz. Also, Max Scheler, Nicolai Hartmann,
Husserl, Sartre, Heidegger.
In Nicolai Hartmanns “Ethik” gibt es zwar Werte-Hierarchie, hat aber
nichts mit “mehrdimensionaler Gerechtigkeit” zu tun.
Warum erinnert micht dieser kranke Begriff bloß an das dritte Reich ?
Mengele und Konsorten versuchten ja auch mit allerelei Privatlogik
ihr Tun zu rechtfertigen.
Angesichts solcher Möchte-Gern-Intellektueler kann einem nur Speiübel
werden.
Ich geh mal kotzen,
Kandinsky
Posted by admin on 14 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftn dieser Stelle in infantilster Form seine “Beleidigung” auszudrücken
Maresch beleidigt nicht. Er argumentiert.
> selten ist mir so übel geworden, wie beim lesen dieses Textes.
> Ein derartig perfides neoliberales Geschwätz …
> Es entspringt wohl eher einer vulgären Eitelkeit…
> Da kommt jemand aus dem Urlaub und entblödet sich nicht…
Du beleidigst.
> Obwohl der “Autor” versucht…
Abwertungs -”"- im Bildzeitungsstil.
> Allein diese Begrifflichkeit von: mehrdimensionaler Gerechtigkeit…
“Abgesehen von der Frage, ob es einen solchen Gerechtigkeitsbegriff,
wie ihn der Soziologe anmahnt, jemals geben kann oder geben wird.”
Zitatende. Der Autor identifiziert sich also nicht damit.
> Welchen Einschnitt in die Sozialsysteme darf es denn noch geben ?
Es wird ihn geben, sagt Maresch, unabhängig davon, wer regiert.
Es gab ihn im Übrigen längst vor Hartz und Agenda, nur informell und
ungeregelt. Man sehe sich die Tricks von Behörden, Bund, Ländern,
Kommunen an, Gebühren zu erfinden und gesetzliche Leistungen zu
vermeiden… man sehe all die Haustarifverträge, all die unbezahlten
Überstunden und und und…
Konkret redet er aber eigentlich von Schule, Bürokratie, Föderalismus
und deren Unbeweglichkeit. Was hat das bitte mit Sozialabbau zu tun?
> Ich kann da Medizin empfehlen…Max Scheler, Nicolai Hartmann,
> Husserl, Sartre, Heidegger.
Ist ne alte deutsche Tradition: Wenn einen die Realität ärgert - auf
zum Wahren, Guten, Schönen. Schon ok.
> Warum erinnert micht dieser kranke Begriff bloß an das dritte Reich ?
Warum muß bei jedem Sch…dreck immer das dritte Reich zitiert
werden?
> Angesichts solcher Möchte-Gern-Intellektueler kann einem nur Speiübel
> werden.
Solcher wie dir?
stellasirius
Posted by admin on 12 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
> Der Dienst für digitale Briefmarken von der Deutschen Post ist ein
> weiteres Musterbeispiel dafür, wie man Kopierschutz nicht
> implementieren sollte.
http://www.heise.de/security/artikel/95455/Abgestempelt
…Nach dem Start des Druckvorgangs meldet sich das PDF-Dokument beim
Stampit-Server mit seiner einmaligen Seriennummer, um sich dort zu
registrieren, sodass es als gedruckt gekennzeichnet ist.
Eine Briefmarke sollte nicht fälschbar sein, aber man möchte sie auch
erhalten, nachdem man dafür bezahlt hat.
Fehldruck:
…das Geld im Eimer — beim Porto für Pakete unter Umständen auch
mal 10 Euro. Heise Security hat von Stampit-Anwendern gehört, die
ihre Dokumente über spezielle Druckereinstellungen deshalb
vorsichtshalber lieber in ein weiteres, aber nicht DRM-geschütztes
PDF-Dokument drucken
…
Es ist durchaus verständlich, dass die Post die Mehrfachverwendung
einer digitalen Briefmarke verhindern will. Aber genau das tut ihr
kruder Kopierschutz nicht.
…
Die Deutsche Post gab gegenüber heise Security auch unumwunden zu,
dass man durchaus wisse, wie ein Kopierer funktioniert. Die Hürde sei
jedoch aus juristischen Gründen notwendig, um Betrugsversuche als
solche ahnden zu können.
Also ein Haufen heiße Luft um nichts, die Juristen definieren wieder
mal die Realität, erlegen Denkverbote auf. War es bei Medien das
Verbot, einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen, ist es hier eine
unsinnige fehlerträchtige kostenspielige Mehrarbeit, die den Kunden
aus nichtgenannten juristischen Gründen auferlegt wird.
Ich habe nichts gegen Verbote, ich habe nur was gegen Denkverbote.
Und beim Denken halte ich es mit G.C.Lichtenberg: Ich aber sage euch,
es sind viel mehr Dinge in euren Büchern als zwischen Himmel und Erde
sind! Nicht umsonst hat D die euphemistisch ausgedrückt
‘ausführlichste Steuergesetzgebung’ der Welt, jetzt kurzerhand
vereinfacht auf 25% Quellensteuer, falls man so arm oder so blöd ist,
seine Millionen nicht in Luxemburg anzulegen, dort ist es steuerfrei,
aber erst ab 1.25 Mio…
Als Hedgefonds-Manager zahlt man hierzulande auch nur den biblischen
Zehnten, statt der normalen Einkommenssteuer.
Achso, natürlich kann man sich über Kopierschutz streiten. Aber daß
die Möglichkeit besteht, einen wirksamen Kopierschutz zu knacken oder
zu umgehen, leuchtet mir nicht ein, wie kann ich was knacken, was
wirksam ist? Aber ich bin ja nur ein dummer Inschinör mit ‘großem
Latinum’, guten engl. und frz. Sprachkenntnissen.
Laplace-Transformation ist zwar ideal um krude DGLs von Hand einfach
zu lösen, aber so eine Transformation ‘Legalese’ <==> Bullshit fehlt
noch bei Googles Sprachtools.
hh
Posted by admin on 11 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
> Ich aber sage euch: Ihr sollt euch überhaupt nicht gegen das Böse
> wehren. Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihn
> auch die linke hin.
> Matthäus 5,39
Auf Arte sah ich mal einen interessanten Bericht über die Urchristen
und die Urkirche. Historiker deuteten diesen Satz anders: Sklaven
wurden auf die rechete Backe geschlagen, und zwar mit dem Handrücken
der rechten Hand; wenn man also auf die rechte Backe eine gedonnert
bekommt, wird man als Sklave behandelt bzw. gedemütigt. Das Hinhalten
der linken Backe deutete dagegen an, dass man, wenn überhaupt, wie
ein freier Mann (Frau) geschlagen werden will.
Klingt eher nach einer -wenn nauch friedlichen- Trotzgeste als nach
einer Demutsgeste.
> Paulus, als “Oberchrist” in Rom inhaftiert,
> schreibt aus dem Gefängnis an die Christen in Rom, die vom römischen
> Staat verfolgt wurden (da war der Nero Kaiser, der wohl nicht als
> Christenfreund in die Geschichte einging):
Nero würde ich nicht allzuviel in die Schuhe schieben. Zum Einen
haben sich die Mächtigen jederzeit gegenseitig gemeuchelt - seine
Mutter war da nicht besser - zum Anderen gab es schon damals
Propaganda. Dass Nero Rom angezündet haben soll halte ich für eine
solche Propaganda seiner Nachfolger, die ihre Regierung ja irgendwie
legitimieren mussten.
Über die “Christen” die er angeblich hingerichtet haben soll, gibt es
auch die Lesart, dass es ursprünglich “Spekulanten” und nicht etwa
“Christen” hiess.
Jedenfalls kann er nicht singend mit der Lyra den Brand Roms besungen
haben, da er sich zu dem Zeitpunkt ca. 50 km entfernt in seinem
Geburtsort aufhielt.
Die Hinrichtungen die stattfanden, falls es Christen waren, wurden
nicht aus Glaubenfragen durchgeführt, sondern wegen Bandstiftung, da
Verbrennung die Strafe für Brandstifter war.
>
> Jeder soll sich der Ordnungsmacht des Staates fügen. Denn es gibt
> keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott verliehen wird. Wer sich
> also gegen die staatliche Gewalt auflehnt, widersetzt sich der
> Anordnung Gottes und wird dafür bestraft werden.
> Brief an die Gemeinde in Rom, 1,1 2
War Jesus da nicht schon gen Himmel aufgefahren? Müsste also einer
der Apostel gewesen sein, ich denke mal Paulus; könnte man daher auch
als politische Anweisung verstehen, um das Überleben der Gemeinde zu
sichern und nicht etwa als religiöse Anweisung.
Posted by admin on 10 Jul 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftmich des Gefühls nicht erwehren, dass das einzige, was diese
> Beratungsfirmen machen, ist, Reports erstellen, die die Meinung des
> Auftraggebers widerspiegeln.
das bekannteste beispiel ist ja wohl die verwicklung von (Arthur)
Anderson Consulting (der als folge seinen namen nicht mehr tragen
darf) in der enron katastrophe.
“Mittlerweile ist deutlich geworden, dass führende Mitarbeiter von
Anderson an der Erstellung falscher Gewinnprognosen und der
Verschleierung von Schulden mitgewirkt oder zumindest davon gewusst
haben müssen. Besonders pikant ist dabei die Tatsache, dass gerade
Anderson in den vergangenen Jahren erfolgreiche Lobbyarbeit für die
Unabhängigkeit - also gegen die Einführung staatlicher Kontrollen -
der Wirtschaftsprüfungsbranche geleistet hat.”
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2002/05/20a.htm
meine eigenen erfahrungen zeigen aber auch ein anderes bild:
“consultings” bzw. unternehmensberatungen versuchen unabhängig von
den corporate identities eigene lösungen anzubieten. schliesslich ist
das honorar oft auch mit prämien an der eingesparten summe garniert.
ob diese ergebnisse dann auch umgesetzt werden steht auf einem
anderen blatt - so können sich gelähmte/träge entscheider-cliquen
jahrelang von beratung zu beratung hangeln bis sie selber aus dem
unternehmen scheiden ohne ihre eigenen pfründe zu riskieren.
wie abartig ( <= ich benütze dieses wort nicht oft) die "philosophie"
der kurz- bis mittelfristigen (und nur darum geht es)
effizienssteigerung ist, zeigt folgendes beispiel:
vor ein paar jahren war anderson bei "uns" mit einer untersuchung
beauftragt worden. nachdem deren arbeit abgeschlossen war, wurde das
komplette anderson-team "aufgrund von rationalisierungsmassnahmen"
gefeuert - das ist astreiner kannibalismus.
> Will der Chef eines Unternehmens
> bestätigt haben, dass er zuviel Personal hat, bekommt er die
> entsprechende Auswertung geliefert, egal, ob es stimmt oder nicht.
es gehört zu den grundsätzen des höheren managements das ein
unternehmen jährlich 1-4% rationalisieren muss - zwar nicht unbedingt
personalgebunden, aber jeder weiss worauf es hinausläuft:
anfangs, ein durch outsourcing immer kleiner werdender stamm von
ge-benchmarkten mitarbeitern mit höherer arbeitsdichte, in immer
kleiner werdenden teams die untereinander laufend um budgets
konkurrieren, die gleichzeitig von einer holding verteilt werden.
dieses gegeneinander-ausspielen hat methode und wird auf breiter
politischer ebene durch z.b. lockerung des kündigungsschutzes aktiv
unterstützt.
da ist die laufende kampagne gegen die gewerkschaft als institution
und einzigen gegenpol nur logisch.