>
> > Richtig. Und dein Allheilmittel dagegen heißt “Ausländer raus”? Oder
> > “Mehr Repressionen gegen Ausländern”? “Entislamisierung”? Oder wie
> > sonst soll ich diesen Kommentar verstehen?
>
> Hab ich nie gesagt, nie gefordert, würde ich auch nicht tun(Ausnahme:
> wiederholte Straffälligkeit). Aber, ja, mann kann Staatlicherseits
> den Integrationsdruck erhöhen, angefangen mit Deutschkursen an deren
> Ergebnis eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis geknüpft wird.
Integration, Kane27m, braucht ZWEI wichtige Faktoren, damit sie
gelingen kann: einen Integrationswilligen (also einen Integrierenden)
und einen Integrationswilligen (einen ZU integrierenden, der das auch
WILL). Wenn auch nur ein Element krankt, funktioniert die Integration
nicht. Schau dir mal die Ausländerpolitik der vergangen Jahrzehnte
an, von Willen, die Ausländer erfolgreich in unsere Gesellschaft zu
integrieren, war da lange lange Zeit nichts zu sehen. Das Resultat?
Migranten, die sich ihre eigene Subgesellschaft geschaffen haben,
weil der Mensch nun einmal eine Gesellschaft braucht, in der er
akzeptiert und toleriert ist.
Was bei dir zu erkennen ist: du schimpfst (teils sogar zurecht) auf
die Symptome, verschließt aber deine Augen vor den Hauptursachen.
> Schau
> die doch mal folgenden Wikipediaartikel an:
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrpolen
>
> Zitat:“Das Zusammenspiel der verschiedenartigsten Traditionen brachte
> die industrielle Kultur hervor, für die das Ruhrgebiet noch heute
> bekannt ist. Die Integration gelang komplett, aber auch durch stark
> antipolnische Züge der staatlichen Politik”
Integration auf der Basis von Unterdrückung kultureller Merkmale kann
nie auf Dauer funktionieren. Die polnische Kultur unterscheidet sich
nur unwesentlich von der deutschen. Bei Migranten aus anderen
Kulturkreisen, wie etwa Afrikaner und Araber/Moslems sieht das ganz
anders aus. Und da liegt ein entscheidender politischer Fehler vor,
den man gemacht hat: man hat versucht, diese ethnischen Gruppen alle
gleichermaßen zu integrieren, ohne auf die kulturellen Unterschiede
Rücksicht zu nehmen. Dementsprechend gelten auch genau diese Gruppen
(Moslems/Afrikaner) als “Beispiel” für nicht geglückte Integration in
D.
>
> Genauso wie im 18. Jhd in Preussen staatliche Toleranz verordnet
> wurde, kann man auch den Integrationsdruck erhöhen.
Druck bringt da nur bedingt etwas. Um sich erfolgreich zu integrieren
braucht es vor allem eines: einen Migranten, der sich und seine
Kultur von der Gesellschaft, in der er als Angehöriger einer
Minderheit lebt, toleriert und akzeptiert fühlt. Ist das nicht der
Fall, wird er sich von ihr zurückziehen. Man kann von KEINEM
Einwanderer erwarten, dass er seine Kultur völlig zugunsten der
“neuen” aufgibt, seine Traditionen und Werte, die ihn sein halbes
Leben lang geprägt haben, vergisst oder ad acta legt.
Aber genau das fordern die meisten Kritiker der Zuwanderung quasi als
Basis für eine Einbürgerungsgenehmigung.
> > > Nicht das ich Berlin wohnen würd…
> >
> > Nööö, bloß nicht.
> >
> > Apropos: Wie Ausländerkinder, die raus aus ihrem Ghetto und eine
> > Zukunft haben wollen und auf eine überwiegend deutsch geprägte Schule
> > gehen, in Deutschland zu leiden haben, das interessiert dich
> > scheinbar nicht die Bohne!
>
> Woran machst du das fest?
Weil du sehr schnell und sehr einseitig bei der Sache bist, wenn es
darum geht, einen Teil unserer Gesellschaft an den Pranger zu
stellen.
> Warum muss das Kind(evtl.) leiden? Weil es seine Andersartigkeit
> pflegt und nicht versucht sich anzupassen.
Quatsch. Seine Andersartigkeit besteht für seine kindlichen
Altersgenossen in erster Linie in seinem andersartigen Äußeren und
seiner Sprache/Akzent. Bereits das reich aus, um ein Kind
auszugrenzen aus der Gemeinschaft. Auch eine entsprechende Vorprägung
deutscher Kinder durch das Elternhaus spielt da eine nicht
unerhebliche Rolle.
> Wenn das Ausländerkind aus
> seinem Ghetto aus eigener Kraft raus will, dann schafft es das auch!
Dass das selbst für deutschstämmige Ghetto-Kinder nicht einfach ist,
sollte dir hinsichtlich deiner These zu denken geben. Neulich auf
Arte: bei einer gleichen Anzahl von Bewerbungen um einen
Ausbildungsplatz deutschstämmiger Schulabgänger und solcher mit
Migrationshintergrund werden trotz gleichen Bildungsstandes 9/10
Stellen an deutschstämmige Bewerber vergeben. Das ist deutsche
Realität.
> Wenn ich im türkischen Viertel wohne und dort mein Leben lang nur
> türkisch rede, dann darf ich micht nicht wundern wenn ich nur in
> diesem Viertel eine Arbeit finde die vielleicht nicht meiner Neigung
> oder auch nur meinen Fähigkeit entspricht.
Deine Naivität (untestell ich jetzt einfach mal zu deinen Gunsten)ist
wirklich grenzenlos. Glaubst du, der Jugendliche Türke sucht sich das
aus? Er wächst so auf! Und Aufgabe unseres Staates muss es sein,
diesen Teufelskreis zu durchbrechen, um diesen Wildwuchs zu
verhindern! Das gelingt aber unter Garantie nicht, indem ich die
Ghettobildung noch weiter fördere und die Schulen dort mehr oder
weniger sich selbst überlasse mit der Situation überfordert und
selbst machtlos.
> > Sobald ein türkisches Kind seinem
> > deutschen Kameraden ein Schimpfwort an den Kopf knallt, ist der
> > Rambazamba groß, aber was mit all den türkischen Kindern ist, die es
> > durch die Bank weg schwer haben an mehrheitlich deutschen Schulen und
> > später auch in der deutschen Gesellschaft, das ist kaum mal eine
> > Erwähnung wert. Dass deutsche Kindergartenkinder meiner
> > dunkelhaarigen und -äugigen(wohlgemerkt von Geburt und Stammbaum her
> > deutschen) Freundin im Vorbeigehen und Beisein einer Erzieherin an
> > den Kopf knallen “Eh du Chinesin, geh zurück in dein Land!” - DAS ist
> > eine Facette deutscher Realität, die niemand auch nur ansatzweise
> > wahrhaben möchte!
>
> Kind schlecht erzogen, klarer Elternfehler!
Nein, es ist die Gesellschaft und auch die Politik, die dort versagt
haben. Politiker sind so vorschnell mit dem Verurteilen fremdartiger
Kulturkreise und bedienen sich dafür ungeniert der Medien. Das landet
dann, versetzt mit einer gehörigen Portion eigenen Frustes, in
deutschen Wohnzimmern und schließlich in deutschen Köpfen! Weder tut
die Politik genügend für interkulturelle Annäherung und Aufklärung
(also nachhaltiges), noch greift sie dort ein, wo das Kind praktisch
schon in den Brunnen gefallen ist.
> Nun, es geht nicht darum das sich Kinder untereinander hänseln, wäre
> komisch wenn das nicht so wär.
Nein, es geht darum, dass Ausländerkinder von vorn herein einen
gesellschaftlichen Nachteil haben - und das wird mit fortschreitendem
Alter nicht einfach so besser. Denn auch jene, die in Kindertagen
ihre ausländischen Schulkameraden hänselten, werden dieses
Wertemuster weiterspinnen, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird.
Und aus diesen Kindern werden Personalchefs, die 9 von 10
Ausbildungsplätzen an deutschstämmige Kinder vergeben - und wenn sich
50 Ausländerkinder mit durchschnittlich höherer Qualifikation
gegenüber 10 Deutschen bewerben würden!
>
> Es geht darum:
>
> “Aber es gibt ja kaum noch deutsche Kinder in Nordneuköllner Kitas