gesellschaft sein, daß ‘Tal der Wölfe’ irgendwelchen
> Hollywood-Machwerken entspricht - allerdings keinen aktuellen,
> sondern vielleicht denen der späten 50er-Jahre.
Entweder du hast seit den 50er Jahren keine US-amerikanischen Filme
mehr geschaut oder du unterliegst deinem Wunschdenken. Hollywood ist
voll von dem Guten-Bösen-Klischee wobei der Gute gleich mit
eingebautem Recht in andere Länder einzufallen ausgestattet ist.
> Nun sind diese Zeiten vorbei - in den USA, aber eben nicht bei den
> Machern von “Tal der Wölfe”.
Angefangen bei Rambo, um den verlorenen Vietnam-Krieg auf der
Leinwand nachträglich noch ein paar Siegesszenen zu geben, über
sogenannte Helden in Südamerika, die ausgerechnet dort - oft im
Auftrag des Staates - das Böse bekämpfen bis zu den neueren Filmen,
in denen die Bösen Araber oder Perser sind, floriert das mehr denn
je.
> Wer chauvinistisch-rassistischer Machobrutalo-Mentalität
> entgegentreten möchte, wird diesbzgl. in Hollywood heute vergeblich
> suchen.
Wie oft geht ein schwarzer Held mit einer weißen Frau im
Hollywood-Kino ins Bett und wie oft mit einer farbigen? Ich schätze
1:100. Rassismus muss nicht offen sein.
> Beim ‘Tal der Wölfe’ dagegen muß man schon die chuzpe eines
> routinierten Gewohnheitslügners vor uninformiertem Publikum haben, um
> die Klischees zu überspielen, die da präsentiert werden.
Abu Ghraib ist kein Klischee, zerbombte Hochzeiten sind kein
Klischee, die Ursache ist ebenso kein Klischee. Einzig der
israelische Arzt, der Organe verkauft, ist eins. Doc ausgerechnet der
hat
neben seiner schwarzen auch eine weiße Seite. Deine abfällige
Anmerkung ist ziemlich daneben.