> Aber seit wann haben rechtsextremisten Argumente? All das
> “Multikulti-ist-böse”-Gelaber ist reine Rethorik, schon hundertfach
> wiederlegt. Die Realität zeigt einfach, daß es in Kreuzberg
> angenehmer zu leben ist, als in Südbayern und in sächsischen Dörfern.
> Und wenns dir nicht passt, dann bleib halt in deinem Dorf undbetreibe
> weiter kulturellen Inzest.
Hallo martin-2,
also bisher empfand ich deine beiträge ja zumeist als durchaus
lesenswert und inhaltlich interessant. Diese aussage über multikulti
will ich jedoch nicht unkommentiert stehen lassen.
Es kommt meineserachtens durchaus auch darauf an, wer das sich im
jeweiligen umfeld bewegende subjekt ist. Otto-Normal-Linker mit
palituch fühlt sich sicher in muslimisch geprägten bezirken wohl
(womit ich keinesfalls unterstellen will, alle personen arabischer
herkunft seien muslime!), kann er doch dort gemeinsam mit religiösen
fanatikern gegen israel hetzen. Eine person mit offensichtilichem
Bekenntnis zu jüdischem glauben oder dem staat israel könnte hierbei
durchaus an die grenzen der “toleranz” stossen.
Der multikulturalismus, der darauf hinausläuft, dass seine verfechter
vom glauben besessen sind, jeder müsste absolut seiner “kultur” nach
leben dürfen ist mit einem modernen und linken weltverständnis in
keinster form zu vereinbaren, da es sehr viele kulturen gibt, die
sich deutlich regressiver gegen andere richten als die “westliche
kultur”. Ein undifferezierter ethnopluralismus, mit dem ehrenmorde,
wenn nicht gerechtfertigt, so doch relativiert werden, ist nicht
selten die folge.
Jeder soll in meinen augen das recht dazu haben über SEIN leben, und
wirklich nur über seines, zu bestimmen, und es so zu leben wie er
will. Anderenfall müssten die anhänger dieses sonderbaren multikulti
in letzter konsequenz auch die “deutsche kultur des judenmordens”
anerkennen und tolerieren. Und dem stehe der gesunde menschenverstand
vor!
Rassistische angriffe gegen das projekt multikulti müssen natürlich
auch abgewehrt werden, jedoch nicht in einer reflexartigen
verteidigung des angegriffenen, sondern vielmehr in einer
diffarmierung des rassistischen inhaltes.
Solidarität mit israel
Für die verteidigung der aufklärung