März 2008
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Finde deine-Gesellschaft
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Posted by admin on 16 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
> Was für ein Schwachfug…
Fängst ja gut an.
> Zetscho verneint das Recht, anderen mit Gewalt seine “Werte”
> aufzuzwingen - und bejaht das Recht sich mit Gewalt dagegen zu
> wehren, von anderen deren “Werte” aufgezwungen zu bekommen…
Das Eis, auf das Du Dich hier begibst, ist extrem dünn. Es ist nur
eine Frage des Standpunktes, wechselst Du ihn, brichst Du ein.
> Das ist
> nur Konsequent… ich zitiere mal (ja, das Zitat kommt von rechts
> aussen. aber wahr ist wahr) “Wo Recht zum Unrecht wird, wird
> Widerstand zur Pflicht” oder anders ausgedrückt siehe auch GG
Posted by admin on 16 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
> “Vielmehr ist der Umgang mit “Tal der Wölfe” eine Nagelprobe auf die
> Toleranz der Gesellschaft.”
>
> Diese Nagelprobe hat der Westen bereits bestanden:
Meinst du damit,das der Film verboten werden sollte,weil man ja schon
bewiesen hat,das man tolerant ist?
In dem Sinn,das der Film für alles,was du im folgenden
anführst,steht,da er ja islamisch ist?
> Oder hat irgend
> jemand die türkischen Botschaften in Europa angezündet, Türken
> ermordet, türkische Flagen verbrannt oder auch nur zu einem
> Döner-Boykott aufgerufen?
Naja,gebrannt hat hier auch schon mal was.
> Rufen Papst, Bischhöfe und Kardinäle zur
> Ermordung der Filmemacher und Kinobetreiber auf? Oder reisen gar
> “christliche Fundamentalisten” durch die Welt, um einen Krieg der
> Kulturen anzuzetteln?
Nein,die Bringer von Freiheit und Demokratie werden von einem
christlichen Fundamentalisten angeführt und haben zwecks Umsetzung
ihrer Ziele ein flexibles Strafvollzugssystem geschaffen.
> Fordert die Bundesregierung eine Entschuldigung
> von der Türkei? “Enthauptet die Türken, die Amerika beleidigen” auf
> irgend einem Plakat? Ein Wettbewerb zu antitürkischen Karrikaturen?
> Nichts dergleichen!
>
> Nur mal so zum Nachdenken.
Ich habe den Film nicht gesehen,wessen Enthauptung wird denn da
gefordert?
Posted by admin on 15 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
Ich redete von Mainstream-Kultur. Da bleiben die Deutschen seit
einiger Zeit aber doch arg hinter ihren Möglichkeiten zurück, wobei
das vor allem eine “Selbstzensur” ist. Leute, die “Wir Sind Helden”
oder “2Raumwohnung” hören, halten sich selbst oft nicht für
“mainstreamig”. *G
> Ich denke da nur an Rio Reiser, der steht da symptomatisch dafür -
> direkt ein Symbol. Neulich habe ich im NDR eine Sendung gesehen: “die
> 50 größten Popsongs aus Norddeutschland”. Nicht ein Lied von Rio
> Reiser war dabei. Bei den anderen darfst du ihn nicht “lobhudeln” und
> “vergöttlichen”, weil das wäre ja pubertär. Und wenn die
> Rest-Scherben jetzt wieder ein interessantes Projekt starten, dann
> heulen als erstes die “kritischen Denker” los und finden alle
> möglichen Gründe, das schlecht zu reden.
Also, ich finde die geil!! Ob die was neues gutes machen, hängt davon
ab. Ich meine mit “unseichter Kultur” aber auch nicht unbedingt
“Protestkultur”, sondern einfach authentische. Und die findest Du in
Deutschland bis auf ein paar Ausnahmen recht selten. Laß mal
nachdenken…
Hip Hop? Jan Delay vielleicht. Seeed finde ich ganz gut. Aber das
meiste richtige Gehiphoppe finde ich schon wieder zu sehr
“Im-Eigenen-Saft-geschmorrt”. Rock? Öhm, da fällt absolut nichts
deutsches ein, kenne ich aber auch nicht viel - was ich da kenne ist
seichte Kotzware. Elektro? Gibt’s viel, aber das meiste ist auch mehr
trendy als authentisch.
Sonst?
Filme? Hm, Herrn Lehmann fand ich ganz gut in letzter Zeit, aber doch
auch ein wenig seicht. Der geilste deutsche Filme-Macher z.Z. ist imo
Türke aus HH: Fatih Akin.
> Manche Sachen kennt überhaupt niemand:
> > http://www.martin-schmitz-verlag.de/Die_Toedliche_Doris/Film.html
Uii, klingt lustig. Mal sehen, was mein Esel dazu sagt.
> Anstelle auf die Straße
> zu gehen und zu kiffen, wie wir Lust haben, scheißen wir uns vor
> Angst in die Hosen.
ACK - genau das meine ich ja! Das gilt vielleicht nicht für die
“eh-schon-Freaks”, aber doch für Mehrheit.
> Kaum mandelt sich die GEMA auf, geht keiner mehr
> in die Tauschbörsen.
Ich schon. Aber ziehe mir ja auch nur selten Mainstream. Daher mache
ich mir wenig Sorgen.
> Wir gehen in die Filme, in die alle gehen, weil
> wir ja unbedingt wissen müssen, was alle denken.
Nope. Der letzte Blockbuster, den ich im Kino gesehen hab, war, öh
*grübel*, ja, ich glaube, LOTW 2, von dem ich aber recht enttäuscht
war. Leider gibt es hier im Dorf kein gutes Programmkino und
Originalfassungen schon gar nicht, daher…
Aber hast schon recht. Ich kenne Leute, die fanden “Bad Boys 2″ einen
“coolen Film. Mitt-20er. Hallo?
> undsoweiterundsofort. Wie in der Politik gilt das Dogma: gut ist, was
> Masse macht - und nur wer so denkt, ist “erwachsen”.
ACK, das ist gut beschrieben. So, und jetzt überlege mal woher diese
keifende Dackel-Angst bzgl. des allpöhsen Islam herkommt? Wer sich
nur nach Massen richtet, ist imo nicht wirklich erwachsen. Wer
wirklich erwachsenen ist, hat auch keine Angst vor anderen Menschen
außerhalb des Rudels.
> Nach meiner
> Fassong hat in Deutschland der Faschismus 1945 den Krieg gewonnen.
Naja, dann kamen halt die Besatzer mit einer massentauglicheren
Variante der Gleichschaltung. *g
> Bereits ein Land weiter westlich denke ich, ich wär auf einem anderen
> Planeten.
Welches meinst Du? Frankreich?
> Deutschland ist in Punkto Feigheit und Schafherde einfach
> Spitzenreiter auf der Welt geworden, das ist das Problem! Und da sind
> in meinen Augen gar nicht mal Politiker und Kulturfunktionäre schuld,
> sondern alle Leute wie du und ich.
ACK, da stimme ich Dir zu. Dank FM4 genieße ich einen guten Einblick
nach Österreich. Die mögen in vielem viel reaktionärer sein, aber
Zivilfeigheit findet sich dort beim Otto Normalschluchtenscheißer
viel weniger als hier…
Gruß, Z.
Posted by admin on 12 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
>
> > jaho schrieb am 28. Februar 2006 14:17
> >
> > > Zetscho schrieb am 28. Februar 2006 13:43
> > >
> > > > “Aber wo die Angst regiert, da ist der Liberalismus in der
> > > > Defensive.”
> > >
> > > Man sollte erst einmal wissen, was Liberalismus eigentlich bedeutet.
> > > Viele, die nun auf einmal den Liberalismus für sich entdecken, haben,
> > > wenn es um wirtschaftliche Belange geht, nichts damit am Hut.
> >
> > Lieber Jaho - nun versuche uns mal nicht weis zu machen, der
> > Wirtschaftsliberalismus bzw. das, was uns als ein solcher verkauft
> > wird - in ökonomischer Diktion, würde ich ihn eher libertär, aber
> > nicht liberal nennen - gehöre untrennbar zu liberalen Werten. Das ist
> > Unfug, dass weisst Du, dass weiss ich.
>
> Wer hat denn von Wirtschaftsliberalismus gesprochen?
Direkt niemand, aber mir dünkt darauf willst Du hinaus - ich kenne
doch meine Pappenheimer
> Und wie kann es
> einen Liberalismus geben, ohne einen Wirtschaftsliberalismus?
Natürlich kann es das. Die sog. linksliberale Strömung des
Liberalismus vertritt keinesfalls einen grenzenlosen
Marktliberalismus. Die “neoliberalen Wirtschaftskonzepte”, die uns
heutzutage vortgetragen werden, sind eigentlich libertäre Konzepte.
Neoliberal ist eigentlich die soziale Marktwirtschaft eines Ludwig
Erhards, die die “Neoliberalen” von heute so gerne anzweifeln.
> Wenn Du
> mir das erklären kannst, dann können wir weiter darauf eingehen. Aber
> es muss schon der Hinweis erlaubt sein, dass der alte Liberalismus
> purer Wirtschaftsliberalismus war.
Mitnichten - der Liberalismus ist aus der Aufklärung entstanden. Es
ging um die Befreiung von Dogmen und Feudalismus und die Recht des
Individuums gegenüber dem Staat. Sicher spielten im damaligen Kontext
wirtschaftliche Belange eine Rolle (es ging mehr um die Freiheit des
Wirtschaftssubjektes vor dem Staat) aber von einem puren
Wirtschaftsliberalismus zu sprechen ist falsch.
> > > > Jupp, wer Freiheit will, braucht vor allem Mut
> > >
> > > Zu was?
> >
> > Die Freiheit zu leben.
>
> Hä? Sind wir nun beim Kaffeekränzchen gelandet?
Nein - wenn Die das zu hoch ist, können wir es aber gerne
ausklammern.
> > > >, aber nicht den Mut,
> > > > mit Gewalt seine vermeintlichen “Werte” durchzusetzen, sondern den
> > >
> > > Und das aus dem Munde eines Menschen, der die jüdischen Siedler ins
> > > Meer treiben will und…
> >
> > Schwach, gaaaaanz schwach.
>
> Wieso denn das? Da faselt einer von Gewaltlosigkeit, die er selber
> nicht befolgt? Ist das Aufzeigen dieses schweren Widerspruchst nicht
> mehr erlaubt, siehe meine Antwort an ‘Zetscho’ in diesem Thread.
Es langweilt - Du paulst Zetscho pausenlos mit dem Müll voll und
zeigst Dich bei Repliken äußerst argumentresistent.
Vergiss den Krams einfach, ihr kommt da eh auf keinen Nenner.
FotH
Posted by admin on 12 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
[…]
> > Wir sollten uns daran gewöhnen, daß die Arbeit (wenn wir keinen Krieg
> > anzetteln) nicht mehr mehr wird. …….
> Als wenn ein Krieg die Lage irgendwie bessern würde (oder geht es
> z.b. den USA durch den Irak-Krieg besser?).
1. ist das kein Krieg sondern ein völkerrechtswidriger Überfall
2. ist das ein extrem asymmetrischer Konfikt, sowohl von der
Waffentechnik als auch von der Leistungskraft der Volkswirtschaften
her
> Ein Krieg herhöht
> lediglich die Zahl der Invaliden und der Witwen und Weisen. Dazu wird
> die Infrastruktur noch (zumindest teilweise) zerstört, wenn die
> kreigshadungen das eigene Staatsgebiet erreichen.
Ich meinte eben diesen “klassischen” Krieg: Früher zogen alle paar
Jahrzehnte Haufen von Soldateska durch das Land, plünderten,
brandschatzten, beseitigten die “Marktsättigung” von Gütern und
Infrastruktur - und anschließend konnte wieder aufgebaut werden. Der
letzte solche Krieg wird wohl WKII gewesen sein, wenn ich mir die
Waffenpotentiale so ansehe
[…]
> Uns geht auch keineswegs die Arbeit aus. Da gäbe es eigentlich
> gewaltige Herausforderungen. So z.B. unsere Wirtschaft auf die
> Herausforderungen vorbereiten die sich durch die zunehmende
> energieverknappung ergeben. Dies würde eigentlich gewaltige
> Investitionen in Forschung und Infrastruktur erfordern.
Wo sollen die herkommen, wenn Banker und Konzernvorstände nur bis zum
nächsten Quartalsbericht denken?
> Dann gäbe es
> auch den Schutz gegen Naturkatasrophen deutlich zu verbessern. So
> sind die Deiche an der Nordsee keineswegs auf die maximal zu
> erwaertenden Sturmfluten ausgelegt. Da kann durchaus auf einmal
> Hamburg, Bremen, Enden etc. unter wasser stehen.Dann bleiben
> inswischen viele Menschen kinderlos oder hanem höchstens ein Kind,
> u.a. auch weil es mit der kinderbetreuung nicht klappt (die niedrige
> Geburtenrate ist mit eine Ursache für die schrumpfende
> Binnennachfrage und die schlechten wirtschaftlichen Aussichten in
> D.).
Halt ich schon für ein bisserl komplexer als Du es hier darstellst…
Aber das sind genau die Themen, die es zu diskutieren gilt - Arbeit
im klassischen Sinn als Broterwerb gegen Entlohnung ist das von dem
ich meinte, daß es nicht mehr mehr wird - im Kulturbetrieb gibt es
schon etliche Initiativen die durch unbezahlte Arbeit und Sponsoring
durch mittelständische Firmen recht gut funktionieren - wäre sicher
bei Deichbau und Kinderbetreuung ebenfalls möglich
Man müßte halt diese “gemeinnützige Arbeit” endlich mal vom Image “da
schaffen die, die nix anderes können” oder “gepreßte Hartz IV-Leute,
die zu faul und zu doof zum Arbeiten sind” befreien und solcher
Arbeit einen eigenen Wert zuordnen.
Nur mal ein kleines Beispiel: Ich hänge jetzt schon seit mehreren
Jahren meinen Sommerurlaub in ein archäologisches Ausgrabungsprojekt
- da sind jeden Sommer so rund 200 Leuts jeweils 2-3 Wochen
ehrenamtlich tätig. Da gibt es ein mittelständisches Unternehmen, das
uns schon seit Jahren jeden Sommer so 2500-3500 Essen sponsort,
Läden, die uns mit Getränken und Lebensmitteln versorgen… wollten
wir darauf warten, daß der Staat etwas untenimmt, wären die
wichtigsten archäologischen Funde schon längst von den Grabräubern
geklaut und verscherbelt worden.
Projekte wie dieses gäbe es zuhauf - auch die von Dir angeführten
bgl. Sturmflut und Kinderbetreuung. Ich häng die Altenbetreuung
nochmal als ganz wichtigen Punkt mit dran…
Fakt ist jedoch, daß viele solcher ehrenamtlicher Projekte sozusagen
“von amts wegen” abgewürgt werden, weil sie den Verwaltungsbeamten
zeigen, was der Staat eigentlich leisten müßte und die entsprechenden
Beamten sich angegriffen fühlen (was bei unserem Grabungsprojekt
glücklicherweise nicht der Fall ist)
[…]
> Also die Arbeit geht uns nicht aus. Uns fehlt es lediglich an fähigen
> Politikern!
Bezahlte Arbeit meinte ich…
D.M.
Posted by admin on 10 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
> - die ersten 4-5 Arbeitsmarktreformen haben nix gebracht… warum
> solten die nächsten 25 etwas bringen?
soweit logisch (Mögliche Erklärung: Unsere Politiker haben die
wirklichen Ursachen des Problems nicht verstanden. Daher hilft auch
ihre Therapie nicht)
>
>
> Wir sollten uns daran gewöhnen, daß die Arbeit (wenn wir keinen Krieg
> anzetteln) nicht mehr mehr wird. …….
Als wenn ein Krieg die Lage irgendwie bessern würde (oder geht es
z.b. den USA durch den Irak-Krieg besser?). Ein Krieg herhöht
lediglich die Zahl der Invaliden und der Witwen und Weisen. Dazu wird
die Infrastruktur noch (zumindest teilweise) zerstört, wenn die
kreigshadungen das eigene Staatsgebiet erreichen. Auf jeden Fall
erhöhen sich dadurch die unproduktiven Militärausgaben (unproduktiv
kann man die Leute auch anders beschäftigen. Unsofern ist die obige
Aussage über den Krieg völliger Unsinn. Das einzige was ein Krieg oft
ändert ist, dass sich in Kriegszeiten Reformen leichter durchsetzen
lassen. insofern ist die obige Lage einfach ein Hinweis auf unfähige
Politiker.
Uns geht auch keineswegs die Arbeit aus. Da gäbe es eigentlich
gewaltige Herausforderungen. So z.B. unsere Wirtschaft auf die
Herausforderungen vorbereiten die sich durch die zunehmende
energieverknappung ergeben. Dies würde eigentlich gewaltige
Investitionen in Forschung und Infrastruktur erfordern. Dann gäbe es
auch den Schutz gegen Naturkatasrophen deutlich zu verbessern. So
sind die Deiche an der Nordsee keineswegs auf die maximal zu
erwaertenden Sturmfluten ausgelegt. Da kann durchaus auf einmal
Hamburg, Bremen, Enden etc. unter wasser stehen.Dann bleiben
inswischen viele Menschen kinderlos oder hanem höchstens ein Kind,
u.a. auch weil es mit der kinderbetreuung nicht klappt (die niedrige
Geburtenrate ist mit eine Ursache für die schrumpfende
Binnennachfrage und die schlechten wirtschaftlichen Aussichten in
D.).
Das sind gewaltige Herausforderungen. Doch gleichzeitig lassen unsere
Politiker Millionen von Menschen untätig daheim rumsitzen und weitere
Millionen werden (teuer) mit sinnloser Bürokratie beschäftigt
(natürlich ist ein gewissens Maß an Bürokratie notwenidig). Da
sollten sich unsere Politker stattdessen einmal ein Beispiel an der
New Deal Politik Franklin D. Roosevelts nehmen. Von den damaligen
Infrastrukturmaßnahmen profitiert die USA heute noch (ohne die wären
sie vielleicht schon längst wirtschaftlich zusammengebrochen).
Also die Arbeit geht uns nicht aus. Uns fehlt es lediglich an fähigen
Politikern!
>
> Ich bin dieses aktuelle Politiker-Propaganda-Geschwätz so leid…
Das habe ich mir nach dem Fernsehduell auch gedacht.
Posted by admin on 09 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
Ah, das ist eine schöne Geschichte.
Erst einmal, Honecker hatte nicht Strauß um Kredite angebettelt. FJS
kannte die Probleme der DDR in der Devisenbeschaffung, die auch in
der BRD nach Möglichkeiten suchte, die durch die Embargo-Bestimmungen
gegen die DDR beschnittenen Welthandelsmöglichkeiten und damit
Devisenerwerb aufzubessern. Aus der Sicht von Strauß bot sich die
Vermittlung von Krediten durch unter anderem die bayrische Landesbank
aus mehreren Grüpnen an. Er zeigt damit der Öffentlichkeit, daß er
außenpolitisch ernstzunehmen war, und sogar mit dem Klassenfeind
zusammenarbeiten konnte, wenn dies notwendig war. Dadurch konnte er
gleichzeitig Kritiker seines Führungstils recht mundtot machen, die
ihn in die rechte Ecke stellen wollten. Als nächstes kommt dann der
Wirtschaftseffekt für Bayern, den diese Kredite ermöglichten. Was
viele nicht wissen, ein Großteil der Kredite (die Gesamtsumme kam oft
über eine bestimmte Menge kleinerer zweckbezogener Kredite zusammen)
war zweckgebunden und mit Auflagen versehen. Beispielsweise mußte für
einen bestimmten Betrag (damals war oft eine Million DM die Zuteilung
für bestimmte Projekte) Rechentechnik für Universitäten erworben
werden, und zwar bei einem bayrischem Großkonzern. Letztendlich nimmt
man auch heute noch an, daß FJS für seine Vermittlung, die er mehr
als Privatmann denn als Politiker tätigte, Provisionen in der damals
üblichen Höhe erhalten hat. Das konnte aber nie bewiesen (jedoch auch
nie wiederlegt) werden. Strauß war kein Freund der DDR, aber er sah
den potentiellen Nutzen für seine eigenen (als Privatmensch,
Wirtschaftler und Politiker) Ziele und nutzte diese soweit es ging
auch aus. Das macht man heute noch genauso, wenn man sich zB
Waffenexporte in sonst geächtete Länder anschaut, oder die Anbahnung
und Vermittlung von Geschäftskontakten in umstrittene
(Kriegs)Gegenden oder postkommunistische Länder.
Posted by admin on 08 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
Naja, die Gesellschaft schadet / dekonstruiert sich durch Verfettung
allenfalls selbst, das ist ja gerade KEIN individuelles Problem von
irgendwelchen - eingebildeten - Volksschädlingen (ich spinne die
Wortwahl nur etwas weiter, um klarzumachen, auf welchem sprachlichen
Terrain Du Dich bewegst), sondern das massenhafte (no pun intended)
Auftreten dieses Phänomens gerade heute macht es ja ganz klar zu
einem sozialen.
Das heisst aber umgekehrt auch nicht, dass nicht jeder auch sich
selbst gegenüber verantwortlich wäre, denn aus praktischer
beruflicher Erfahrung mit übergewichtigen Patienten kann ich nur
einen guten Rat geben: abspecken, so schnell es nur geht! Die ersten
40 Jahre mag es alles ganz ‘gemütlich’ und mollig zugehen, aber
danach (und oft genug schon viel früher) wird ihnen/Ihnen ALLES nur
noch wehtun. Aber dann sind die Gelenke kaputt, und Abnehmen
verlangsamt nur noch den weiteren Verschleiss.
Die Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung wird im übrigen in
20 bis 30 Jahren ohnehin komplett privatisiert sein, das heisst, der
Gesellschaft kann es dann egal sein, dass die Fetten dann ihr eigenes
erhöhtes Risiko entsprechend selbst absichern müssen durch
astronomische Beiträge, oder eben keine Versicherung finden, die sie
noch aufnimmt.
Posted by admin on 06 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
> Es ist ein wunderbarer Absatz.
Sprachlich kann sich das Heute damit nicht messen, freilich.
> Natürlich vermischt Marx hier die
> Bourgeoisie mit seiner eigenen Analyse …
Kommt mir so vor, als missdeutet Marx und Co. das Bürgertum als rein
materialistisch, während es “seine” Klasse ist, die erst wahrlich
materialistisch eingestellt sein wird, und der nur noch
Geldverhältnisse bzw. natürlich “gesellschaftliche Verhältnisse”
wichtig sein werden….
> … Dabei ist das Ganze aber doch auch ein
> bischen scheinheilig, denn auch er glaubt ja selbst nicht die Bohne
> an das Heilige, an das Ständische und Stehende, an idyllische,
> patriarchale Verhältnisse und altehrwürdige Vorstellungen, kurzum an
> die Schäferromantik, die ihre Sehnsüchte auf das Mittelalter
> projizierte und danach strebte dies zu restaurieren.
Scheinheilig ist das eigentlich nicht, er versucht nur eine
nüchterne” Bestandsaufnahme” zu geben. Diese ist allerdings sehr
irrig und alles andere als zukunftsweisend gewesen. Hätte das
“Manifest” das “Heilige, Ständische und Stehende” als natürlichen
Bündnispartner des Bürgertums gesehen, dann wäre seine politische
Programmatik vielleicht auch “erfolgreicher” gewesen. Dies mal als
gewagte Spekulation.
> Nun gab es für Marx jedoch noch einen anderen, positiven Helden,
> nämlich das Proletariat, dass in seiner rohen Kraft die
> Industrialisierung in Gang hält.
Der Schuh passte dann auch auf verschiedene Füsse, wie die unsägliche
Mythologisierung “Der Arbeiter” von E. Jünger gezeigt hat…
> Weit davon entfernt, die Barbarei
> der Moderne umkehren zu wollen und zum Fürsprecher der Reaktion zu
> werden ( gerade er verwahrt sich dagegen, wie z.B. im mittleren
> Absatz ), wollte Marx die in dieser rohen Natur gebundene Energie
> freisetzen.
Das Ironische scheint zu sein, dass die Barbarei vor allem gerade von
der “Reaktion” auf die Herausforderung der “proletarischen Klasse”
ausging und diese die “rohe Natur” der Industieproduktion ungeteilt
in ihren Vernichtungsorgien einsetzen konnte.
> … Der historische Materialismus hatte nun aber nicht nur die
> Funktion den Idealismus zu überwinden, der die konkrete Analyse
> verkleistert und den klaren Blick entschärft, sondern er sollte auch
> dort Objektivität herstellen, wo gehandelt und verhandelt wird. …
Diesen Totalitätsanspruch machten sich dann auch schnell die
erklärten Gegner zu eigen…
> … Wert .. Arbeitswerttheorie … Mehrwert…
Die theoretischen Ausdeutungen des an sich banalen Handelns und
Handel-Treibens sind so denkbar langweilig! Aus ihnen Machtansprüche
abzuleiten, in der einen oder anderen Form, ist doch arg einseitig!
> ..
> Das ist das berühmte “Chaos der Marktes”, dass nun zum letzen
> Herrscher wird, nachdem die Idee der Herrschaft, die eines
> herrscherlichen Subjekts in ihm ad absurdum geführt wurde.
Das “Chaos des Marktes” kann auch anerkannt werden, ohne ihm eine
“Herrschaft” einzuräumen. Eine “Herrschaft des Marktes” als
Teleologie bedeutet im Praktischen paradoxerweise doch immer
Regulation, Monopole, Staatskontrolle. Ein freier Markt kann nie
“herrschend”, sondern nur “dienend” sein, im besten Sinne des Wortes.
mfG, Otho
Posted by admin on 06 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
>
> > “Aber wo die Angst regiert, da ist der Liberalismus in der
> > Defensive.”
>
> Man sollte erst einmal wissen, was Liberalismus eigentlich bedeutet.
> Viele, die nun auf einmal den Liberalismus für sich entdecken, haben,
> wenn es um wirtschaftliche Belange geht, nichts damit am Hut.
Lieber Jaho - nun versuche uns mal nicht weis zu machen, der
Wirtschaftsliberalismus bzw. das, was uns als ein solcher verkauft
wird - in ökonomischer Diktion, würde ich ihn eher libertär, aber
nicht liberal nennen - gehöre untrennbar zu liberalen Werten. Das ist
Unfug, dass weisst Du, dass weiss ich.
> > Jupp, wer Freiheit will, braucht vor allem Mut
>
> Zu was?
Die Freiheit zu leben.
> >, aber nicht den Mut,
> > mit Gewalt seine vermeintlichen “Werte” durchzusetzen, sondern den
>
> Und das aus dem Munde eines Menschen, der die jüdischen Siedler ins
> Meer treiben will und…
Schwach, gaaaaanz schwach.
FotH