re - Von einer Gesellschaft, die auszog, das …
Posted by admin on 27 Mrz 2008 at 08:01 pm | Tagged as: Allgemein
gesellschaft_on_the_Hill schrieb am 28. Februar 2006 14:07
> >
> > > Ohne mit Kolbe (und seiner Aussage) in irgendeiner sympathisieren zu
> > > wollen - er sprach von Araberhetze. Im Film “Ausnahmeszustand” wird
> > > “für Hollywoodverhältnisse” realtiv neutral an die Araberthematik
> > > herangegangen. Der Sidekick vom guten FBI-Cop war meines Wissens
> > > Libanese und sein Sohn wurde vom Bad-Guy (einem US-General)
> > > gefoltert.
> > > Hetze betreibt der Film sicher nicht - das Selbstmordattentäter
> > > arabisch sind, lässt sich halt nicht von der Hand weisen und ist kein
> > > Klischee sondern Realität.
> >
> > Mal ganz davon abgesehen, dass der Film an vielen Dingen Kritik übt,
> > liegt dem Ganzen das Konzept vom “arabischen Terroristen” zugrunde,
> > der die USA bedroht.
>
> Nun ja, der “arabische Terrorist” ist ja Fakt
So einfach ist das nicht. Terrorismus existiert völlig unabhängig von
irgendwelchen ethnischen Merkmalen. Der “arabische Terrorist” ist ein
Propaganda-Instrument.
> gesagt, ich sehe in dem Film eher einen Apell an die Unverrückbarkeit
> der Menschenrechte und der Wert, auf die Gods own Country so stolz
> ist.
Warum hat man sich dann für arabische Terroristen entschieden und
keinen Film beispielsweise über Bootcamps gedreht? Zumal der Film mit
dieser Konnotierung einer langen Tradition amerikanischer
Action-Streifen folgt.
> Der Film ist eigentlich eine gelunge Antwort auf Guantanmo und
> Abu Graib, lange bevor diese stattfanden.
Also da kann ich keine Zusammenhänge erkennen, sorry. Inwiefern
würdest du das begründen können?
>
> > Darüber überwerfen sich CIA und FBI. Die
> > Kritiken zum Film - gerade auch im Vorfeld seiner Veröffentlichung -
> > lassen daran keinen Zweifel:
> > “Noch während […] wollen.”
>
> Naja, was irgendwelche Lobbygruppen zu sagen haben, finde ich
> eigentlich nicht so interessant.
Ähm, die Kritik beschränkte sich keineswegs nur auf Lobby-Gruppen,
sondern war alltäglich präsent und kam auch aus journalistischer
Ecke.
> Das sind für mich keine
> ernstzunehmenden Kritiken.
Weil sie deine Meinung nicht teilen?
> Ich bin ja auch weit entfernt den Film über den grünen Klee zu loben,
> aber eine 7 auf meiner 10er Skala würde er schon bekommen.
Wie gesagt, es geht mir nicht darum, den Film als Gesamtwerk schlecht
zu reden - immerhin bin ich selbst ein ziemlicher Fan von Denzel
Washington. Es ging mir darum, aufzuzeigen, dass es durchaus
Hollywood-Streifen gab und gibt, die sich über das Thema des bösen,
islamistischen Terroristen definieren.
> Immerhin wurde er auch von der “Political Film Society” nominert:
>
> “In The Siege, nominated for the best film of 1998 raising
> consciousness of the need to protect both democracy and human rights,
> Edward Zwick (director of Courage Under Fire and Glory) poses a
> hypothetical […]
> In this film, the military does indeed impose martial law in
> Brooklyn, rounds up Arab-looking Americans, and sees torture of
> prisoners as a necessary step to root out terrorists. However, the
> protagonist forces the military to back down when he points out that
> martial law so abandons democratic values as to raise the ante on
> terrorism. The film also makes the point that if terrorism gain a
> foothold in the United States, this could be because terrorists have
> been trained by the U.S. military for foreign low-intensity warfare
> and then provided sanctuary in the United States. Although many film
> critics found the political statement to be too didactic, the film
> clearly is intended to tell filmviewers to be watchful of their
> liberties, which can be jettisoned too easily by powerful forces, and
> to note that terrorism is one of Washington’s exports. MH”
Würde es dich wundern, wenn ich dir sage, dass der Chef von
“Political Films Society” (Michael Haas) jüdischer Abstammung und
Islamkritiker ist? (Oh und bitte, keine hysterischen Verbalmanöver in
Richtung der rechten Ecke, ok?) Dies nur um einen weiteren Hinweis
darauf zu liefern, dass der Film eben doch die “Richtigen” (in Bezug
auf meinen islambashing-Vorwurf) zu Beifallsstürmen animierte.
> > Im Übrigen ist es ein wesentliches inhaltliches Merkmal von
> > “Araber-Hetze”, dass Arabern bewusst die Rolle des Terroristen
> > zugedacht wird - und zwar hier in einem Medium, dass auch den
> > dümmsten und politikmüdesten noch erreicht: dem Hollywood-Schinken.
>
> Na, na - wenn ein Film über den 2.WK gemacht wird und die deutschen
> Nazis bzw. Wehrmachtssoldaten aka. Feinde sind, sprichst Du doch auch
> nicht von “Deutschen-Hetze”.
Das ist was anderes. Hier berufen sich die Filme auf einen konkreten
Eintrag der Geschichte: WKII. Wobei es auch hier Filme gab, die eben
nicht von WKII handelten und trotzdem den “bösen Nazi” einbaute -
natürlich ist imho auch das kritikwürdig.
Gruß
JJ