Kriegsfabel - Die Inzest-Gesellschaft
Posted by admin on 12 Mrz 2008 at 08:01 am | Tagged as: Allgemein
[…]
> > Wir sollten uns daran gewöhnen, daß die Arbeit (wenn wir keinen Krieg
> > anzetteln) nicht mehr mehr wird. …….
> Als wenn ein Krieg die Lage irgendwie bessern würde (oder geht es
> z.b. den USA durch den Irak-Krieg besser?).
1. ist das kein Krieg sondern ein völkerrechtswidriger Überfall
2. ist das ein extrem asymmetrischer Konfikt, sowohl von der
Waffentechnik als auch von der Leistungskraft der Volkswirtschaften
her
> Ein Krieg herhöht
> lediglich die Zahl der Invaliden und der Witwen und Weisen. Dazu wird
> die Infrastruktur noch (zumindest teilweise) zerstört, wenn die
> kreigshadungen das eigene Staatsgebiet erreichen.
Ich meinte eben diesen “klassischen” Krieg: Früher zogen alle paar
Jahrzehnte Haufen von Soldateska durch das Land, plünderten,
brandschatzten, beseitigten die “Marktsättigung” von Gütern und
Infrastruktur - und anschließend konnte wieder aufgebaut werden. Der
letzte solche Krieg wird wohl WKII gewesen sein, wenn ich mir die
Waffenpotentiale so ansehe
[…]
> Uns geht auch keineswegs die Arbeit aus. Da gäbe es eigentlich
> gewaltige Herausforderungen. So z.B. unsere Wirtschaft auf die
> Herausforderungen vorbereiten die sich durch die zunehmende
> energieverknappung ergeben. Dies würde eigentlich gewaltige
> Investitionen in Forschung und Infrastruktur erfordern.
Wo sollen die herkommen, wenn Banker und Konzernvorstände nur bis zum
nächsten Quartalsbericht denken?
> Dann gäbe es
> auch den Schutz gegen Naturkatasrophen deutlich zu verbessern. So
> sind die Deiche an der Nordsee keineswegs auf die maximal zu
> erwaertenden Sturmfluten ausgelegt. Da kann durchaus auf einmal
> Hamburg, Bremen, Enden etc. unter wasser stehen.Dann bleiben
> inswischen viele Menschen kinderlos oder hanem höchstens ein Kind,
> u.a. auch weil es mit der kinderbetreuung nicht klappt (die niedrige
> Geburtenrate ist mit eine Ursache für die schrumpfende
> Binnennachfrage und die schlechten wirtschaftlichen Aussichten in
> D.).
Halt ich schon für ein bisserl komplexer als Du es hier darstellst…
Aber das sind genau die Themen, die es zu diskutieren gilt - Arbeit
im klassischen Sinn als Broterwerb gegen Entlohnung ist das von dem
ich meinte, daß es nicht mehr mehr wird - im Kulturbetrieb gibt es
schon etliche Initiativen die durch unbezahlte Arbeit und Sponsoring
durch mittelständische Firmen recht gut funktionieren - wäre sicher
bei Deichbau und Kinderbetreuung ebenfalls möglich
Man müßte halt diese “gemeinnützige Arbeit” endlich mal vom Image “da
schaffen die, die nix anderes können” oder “gepreßte Hartz IV-Leute,
die zu faul und zu doof zum Arbeiten sind” befreien und solcher
Arbeit einen eigenen Wert zuordnen.
Nur mal ein kleines Beispiel: Ich hänge jetzt schon seit mehreren
Jahren meinen Sommerurlaub in ein archäologisches Ausgrabungsprojekt
- da sind jeden Sommer so rund 200 Leuts jeweils 2-3 Wochen
ehrenamtlich tätig. Da gibt es ein mittelständisches Unternehmen, das
uns schon seit Jahren jeden Sommer so 2500-3500 Essen sponsort,
Läden, die uns mit Getränken und Lebensmitteln versorgen… wollten
wir darauf warten, daß der Staat etwas untenimmt, wären die
wichtigsten archäologischen Funde schon längst von den Grabräubern
geklaut und verscherbelt worden.
Projekte wie dieses gäbe es zuhauf - auch die von Dir angeführten
bgl. Sturmflut und Kinderbetreuung. Ich häng die Altenbetreuung
nochmal als ganz wichtigen Punkt mit dran…
Fakt ist jedoch, daß viele solcher ehrenamtlicher Projekte sozusagen
“von amts wegen” abgewürgt werden, weil sie den Verwaltungsbeamten
zeigen, was der Staat eigentlich leisten müßte und die entsprechenden
Beamten sich angegriffen fühlen (was bei unserem Grabungsprojekt
glücklicherweise nicht der Fall ist)
[…]
> Also die Arbeit geht uns nicht aus. Uns fehlt es lediglich an fähigen
> Politikern!
Bezahlte Arbeit meinte ich…
D.M.