März 2008
Monthly Archive
Finde deine-Gesellschaft
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Posted by admin on 31 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaft scheint die Evolution irgendwie an Vielfalt interessiert zu
> sein. Einfach so. Als Selbstzweck. Nix Effizienz.
Die Evolution ist kein Lebewesen oder sowas, die hat keinerlei
interessen.
Vielfalt ist ganz einfach die Logische Folge.
> Z.B. gibt es Tiere wei die Königspinguine oder die Seepferdchen, wo
> die Männchen die Eier ausbrüten - warum diese unnütze Variante eines
> anderen eingefahrenen Gebrauchsmusters?
Was ist daran unnütz? Es ist wirksam, es schadet nicht.
> Warum der ineffiziente und unnütz energieverbrauchende Paarungstanz
> des Stichlings? Andere Fische machen das doch einfacher?
Nochmal, Evolution laeuft nicht auf Effizienz und die Beste Lösung
hinaus. Die Lösung einer Evolutionaeren Entwicklung ist immer nur so
gut wie der gesamte Entwicklungsstand des Systems, sprich die Umwelt.
Was keine Nachteile bringt bleibt (meist) erhalten, bis es dann
Nachteile bringt.
> In McKinsey-Denke ist das einfach verrückt. Deshalb kriegt auch kein
> Consulting-Schnösel eine Evolution hin.
Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Systeme. Das eine ist freie
ungezielte Entwicklung, das andere auf Effizienz abgeziekte
Entwicklung, ein vollkommen anderes Umwelt-System als die ‘Freie
Natur’.
Posted by admin on 30 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftUnd dein Allheilmittel dagegen heißt “Ausländer raus”? Oder
> “Mehr Repressionen gegen Ausländern”? “Entislamisierung”? Oder wie
> sonst soll ich diesen Kommentar verstehen?
Hab ich nie gesagt, nie gefordert, würde ich auch nicht tun(Ausnahme:
wiederholte Straffälligkeit). Aber, ja, mann kann Staatlicherseits
den Integrationsdruck erhöhen, angefangen mit Deutschkursen an deren
Ergebnis eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis geknüpft wird. Schau
die doch mal folgenden Wikipediaartikel an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrpolen
Zitat:”Das Zusammenspiel der verschiedenartigsten Traditionen brachte
die industrielle Kultur hervor, für die das Ruhrgebiet noch heute
bekannt ist. Die Integration gelang komplett, aber auch durch stark
antipolnische Züge der staatlichen Politik”
Genauso wie im 18. Jhd in Preussen staatliche Toleranz verordnet
wurde, kann man auch den Integrationsdruck erhöhen.
> >
> > Nicht das ich Berlin wohnen würd…
>
> Nööö, bloß nicht.
>
> Apropos: Wie Ausländerkinder, die raus aus ihrem Ghetto und eine
> Zukunft haben wollen und auf eine überwiegend deutsch geprägte Schule
> gehen, in Deutschland zu leiden haben, das interessiert dich
> scheinbar nicht die Bohne!
Woran machst du das fest? In Unterstellungen bist sehr schnell bei
der Hand!
Warum muss das Kind(evtl.) leiden? Weil es seine Andersartigkeit
pflegt und nicht versucht sich anzupassen. Wenn das Ausländerkind aus
seinem Ghetto aus eigener Kraft raus will, dann schafft es das auch!
Das sind aber meist seltene Ausnahmen. Das soll nicht heissen, dass
die Menschen gerne dort wohnen, aber wohl das ihre Chancen durch
mangelnde Integration gegen null sinken.
Wenn ich im türkischen Viertel wohne und dort mein Leben lang nur
türkisch rede, dann darf ich micht nicht wundern wenn ich nur in
diesem Viertel eine Arbeit finde die vielleicht nicht meiner Neigung
oder auch nur meinen Fähigkeit entspricht.(Türke = in diesem Fall
Beispielnation, substituire durch Nationalität deiner Wahl)
> Sobald ein türkisches Kind seinem
> deutschen Kameraden ein Schimpfwort an den Kopf knallt, ist der
> Rambazamba groß, aber was mit all den türkischen Kindern ist, die es
> durch die Bank weg schwer haben an mehrheitlich deutschen Schulen und
> später auch in der deutschen Gesellschaft, das ist kaum mal eine
> Erwähnung wert. Dass deutsche Kindergartenkinder meiner
> dunkelhaarigen und -äugigen(wohlgemerkt von Geburt und Stammbaum her
> deutschen) Freundin im Vorbeigehen und Beisein einer Erzieherin an
> den Kopf knallen “Eh du Chinesin, geh zurück in dein Land!” - DAS ist
> eine Facette deutscher Realität, die niemand auch nur ansatzweise
> wahrhaben möchte!
Kind schlecht erzogen, klarer Elternfehler!
Nun, es geht nicht darum das sich Kinder untereinander hänseln, wäre
komisch wenn das nicht so wär.
Es geht darum:
“Aber es gibt ja kaum noch deutsche Kinder in Nordneuköllner Kitas
Posted by admin on 28 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschafto größere Bedeutung kommt deshalb meiner Ansicht nach der
> Jugendaufklärung zu. Der Umschwung in der DDR kam maßgeblich deshalb
> zustande, weil die nachwachsende Generation systematisch darauf hin
> gearbeitet hat. Innerhalb von “nur” 30 Jahren war genügend Potenzial
> vorhanden, den Umschwung FRIEDLICH herbeizuführen, weil fast alle an
> einem Strang zogen. Das ist in Sachen Revolution beinahe historisch
> einmalig.
Da übersiehst du aber vieles. Den krassen Gegensatz zwischen
Massenverarmung und überquellenden Reichtum nur wenige Kilometer
voneinander entfernt zum Beispiel. Oder die Millionensummen, die
Franz-Josef Strauß dort für keinen nachvollziehbar in irgendwelchen
Kanälen hat versickern lassen. Was mir auch bis heute unverständlich
ist, das ist die vergleichsweise kreuzbrave Vopo. Sowas wie in Genua
war in der DDR offensichtlich nicht möglich. Der Zusammenbruch der
DDR hat in meinen Augen mehr von einer Kapitulation, als von einer
Revolution. Ich hoffe, du siehst nicht die Möglichkeit von so viel
Einsicht bei der kapitalistischen Obrigkeit. Das wäre trügerisch,
denn ich glaube leider nicht, daß die Geschehnisse als Meßlatte für
künftige Veränderungen herhalten können.
> Genauso müsste es heute in Sachen Weltordnung sein. Ausreichend
> Anlass zur Gereiztheit ist imho vorhanden. Man müsste nur gezielter
> die Jugend einbeziehen und sie zu mehr politischer Bildung anhalten.
> Da ich selbst noch relativ jung bin, sehe ich mich da schon in der
> Pflicht und auch in der Lage, die Jugend irgendwie zu erreichen.
> Deshalb studiere ich nebenbei - man muss schließlich Vorbild sein.
Das sowieso. Und da ich schon relativ alt bin, hoffe ich vor allen
Dingen, daß ihr Jungen die Leute in meiner Generation mit sanften
aber steten Tritten mal wieder auf die Straße treibt. Die schlimmsten
Übel kann ich dir nämlich auf den Schlag nennen: Bequemlichkeit,
Resignation und Selbstbetrug. Ich kann mir da den Mund fusslig reden,
denn wenn die mal anfangen ätzend zu werden, dann nur für die Zukunft
ihrer Kinder und Enkel.
Leider stellt hier die Pubertät mit ihrer narzistischen
Selbstverliebtheit und dem Abstoß-Mechanismus ein natürliches Hemmnis
dar, weshalb es in erster Linie auf die Protagonisten unter den
Jugendlichen ankommt - schließlich wäre es ausgesprochen blöd, diese
ganz natürliche Entwicklung angehen zu wollen (was viele in meinem
Alter bis zum Exzess tun, wohl der reine Neid auf eure Frische).
Bin da mit meiner Wackersdorf-Veranstaltung ziemlich frustrierend auf
die Nase gefallen. Es gäbe so viel zu diskutieren, doch die
Antifa-Kids aus dem autonomen Juz hier haben uns verachtet und
bekämpft - weil wir als Alt-Autonome auf die offensichtlich noch mehr
abstoßend wirken, als Gewerkschafter und Grüne. Wir sind halt nicht
in allem einer Meinung.
Falls dich das interessieren sollte, so habe ich gerade heute einen
link auf einen sehr gut recherchierten Beitrag in Radio Z bekommen:
> http://stoffwechsel.radio-z.net/index.php?mode=show_article
Posted by admin on 28 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaftmir unter anderem geht:
>
> http://www.berlin.de/berliner-kurier/berlin/109690.html
>
> Darauf hab ich keinen Bock!
Richtig. Und dein Allheilmittel dagegen heißt “Ausländer raus”? Oder
“Mehr Repressionen gegen Ausländern”? “Entislamisierung”? Oder wie
sonst soll ich diesen Kommentar verstehen?
>
> Nicht das ich Berlin wohnen würd…
Nööö, bloß nicht.
Apropos: Wie Ausländerkinder, die raus aus ihrem Ghetto und eine
Zukunft haben wollen und auf eine überwiegend deutsch geprägte Schule
gehen, in Deutschland zu leiden haben, das interessiert dich
scheinbar nicht die Bohne! Sobald ein türkisches Kind seinem
deutschen Kameraden ein Schimpfwort an den Kopf knallt, ist der
Rambazamba groß, aber was mit all den türkischen Kindern ist, die es
durch die Bank weg schwer haben an mehrheitlich deutschen Schulen und
später auch in der deutschen Gesellschaft, das ist kaum mal eine
Erwähnung wert. Dass deutsche Kindergartenkinder meiner
dunkelhaarigen und -äugigen(wohlgemerkt von Geburt und Stammbaum her
deutschen) Freundin im Vorbeigehen und Beisein einer Erzieherin an
den Kopf knallen “Eh du Chinesin, geh zurück in dein Land!” - DAS ist
eine Facette deutscher Realität, die niemand auch nur ansatzweise
wahrhaben möchte!
Posted by admin on 27 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
gesellschaft_on_the_Hill schrieb am 28. Februar 2006 14:07
> >
> > > Ohne mit Kolbe (und seiner Aussage) in irgendeiner sympathisieren zu
> > > wollen - er sprach von Araberhetze. Im Film “Ausnahmeszustand” wird
> > > “für Hollywoodverhältnisse” realtiv neutral an die Araberthematik
> > > herangegangen. Der Sidekick vom guten FBI-Cop war meines Wissens
> > > Libanese und sein Sohn wurde vom Bad-Guy (einem US-General)
> > > gefoltert.
> > > Hetze betreibt der Film sicher nicht - das Selbstmordattentäter
> > > arabisch sind, lässt sich halt nicht von der Hand weisen und ist kein
> > > Klischee sondern Realität.
> >
> > Mal ganz davon abgesehen, dass der Film an vielen Dingen Kritik übt,
> > liegt dem Ganzen das Konzept vom “arabischen Terroristen” zugrunde,
> > der die USA bedroht.
>
> Nun ja, der “arabische Terrorist” ist ja Fakt
So einfach ist das nicht. Terrorismus existiert völlig unabhängig von
irgendwelchen ethnischen Merkmalen. Der “arabische Terrorist” ist ein
Propaganda-Instrument.
> gesagt, ich sehe in dem Film eher einen Apell an die Unverrückbarkeit
> der Menschenrechte und der Wert, auf die Gods own Country so stolz
> ist.
Warum hat man sich dann für arabische Terroristen entschieden und
keinen Film beispielsweise über Bootcamps gedreht? Zumal der Film mit
dieser Konnotierung einer langen Tradition amerikanischer
Action-Streifen folgt.
> Der Film ist eigentlich eine gelunge Antwort auf Guantanmo und
> Abu Graib, lange bevor diese stattfanden.
Also da kann ich keine Zusammenhänge erkennen, sorry. Inwiefern
würdest du das begründen können?
>
> > Darüber überwerfen sich CIA und FBI. Die
> > Kritiken zum Film - gerade auch im Vorfeld seiner Veröffentlichung -
> > lassen daran keinen Zweifel:
> > “Noch während […] wollen.”
>
> Naja, was irgendwelche Lobbygruppen zu sagen haben, finde ich
> eigentlich nicht so interessant.
Ähm, die Kritik beschränkte sich keineswegs nur auf Lobby-Gruppen,
sondern war alltäglich präsent und kam auch aus journalistischer
Ecke.
> Das sind für mich keine
> ernstzunehmenden Kritiken.
Weil sie deine Meinung nicht teilen?
> Ich bin ja auch weit entfernt den Film über den grünen Klee zu loben,
> aber eine 7 auf meiner 10er Skala würde er schon bekommen.
Wie gesagt, es geht mir nicht darum, den Film als Gesamtwerk schlecht
zu reden - immerhin bin ich selbst ein ziemlicher Fan von Denzel
Washington. Es ging mir darum, aufzuzeigen, dass es durchaus
Hollywood-Streifen gab und gibt, die sich über das Thema des bösen,
islamistischen Terroristen definieren.
> Immerhin wurde er auch von der “Political Film Society” nominert:
>
> “In The Siege, nominated for the best film of 1998 raising
> consciousness of the need to protect both democracy and human rights,
> Edward Zwick (director of Courage Under Fire and Glory) poses a
> hypothetical […]
> In this film, the military does indeed impose martial law in
> Brooklyn, rounds up Arab-looking Americans, and sees torture of
> prisoners as a necessary step to root out terrorists. However, the
> protagonist forces the military to back down when he points out that
> martial law so abandons democratic values as to raise the ante on
> terrorism. The film also makes the point that if terrorism gain a
> foothold in the United States, this could be because terrorists have
> been trained by the U.S. military for foreign low-intensity warfare
> and then provided sanctuary in the United States. Although many film
> critics found the political statement to be too didactic, the film
> clearly is intended to tell filmviewers to be watchful of their
> liberties, which can be jettisoned too easily by powerful forces, and
> to note that terrorism is one of Washington’s exports. MH”
Würde es dich wundern, wenn ich dir sage, dass der Chef von
“Political Films Society” (Michael Haas) jüdischer Abstammung und
Islamkritiker ist? (Oh und bitte, keine hysterischen Verbalmanöver in
Richtung der rechten Ecke, ok?) Dies nur um einen weiteren Hinweis
darauf zu liefern, dass der Film eben doch die “Richtigen” (in Bezug
auf meinen islambashing-Vorwurf) zu Beifallsstürmen animierte.
> > Im Übrigen ist es ein wesentliches inhaltliches Merkmal von
> > “Araber-Hetze”, dass Arabern bewusst die Rolle des Terroristen
> > zugedacht wird - und zwar hier in einem Medium, dass auch den
> > dümmsten und politikmüdesten noch erreicht: dem Hollywood-Schinken.
>
> Na, na - wenn ein Film über den 2.WK gemacht wird und die deutschen
> Nazis bzw. Wehrmachtssoldaten aka. Feinde sind, sprichst Du doch auch
> nicht von “Deutschen-Hetze”.
Das ist was anderes. Hier berufen sich die Filme auf einen konkreten
Eintrag der Geschichte: WKII. Wobei es auch hier Filme gab, die eben
nicht von WKII handelten und trotzdem den “bösen Nazi” einbaute -
natürlich ist imho auch das kritikwürdig.
Gruß
JJ
Posted by admin on 23 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
Erstens, ohne Zucker läuft im Gehirn überhaupt nüscht
Zweitens enthält dein Orangensaft mehr Zucker, als eine vergleichbare
Menge Cola.
Drittens, ob die Vitamine einer Orange so wichtig sind, wage ich zu
bezweifeln, dazumal die Orange ja in Deutschland garnicht beheimatet
ist…..
Sicher fühlen wir uns alle von irgendwem oder irgendetwas belästigt.
Allerdings ist das mit den Hunden im Park und joggen noch dazu ein
schlechtes Beispiel. Oder rennst Du auch schwrbewaffnet in die
Einganshalle des Bundestages? Wenn man sich ein bischen mit denen
auseinandersetzen würde, mit denen man so arge Probleme hat, dann
ginge vieles leichter. Und wer durch eine Meute Hunde durchrennt, ist
wirklich naiv. Das machen ja nichtmal Hundehalter selbst. Abgesehen
davon führt diese Verringerung der Auslaufflächen für Hunde, die du
anstrebst, gerade zu diesem Problem. Gäbe es mehr Parks bzw.
Grünflächen in der Stadt, dann könnte sich die Bevölkerung sicher
darauf einigen, das der eine eben für Jogger, Punks und Rentner ist,
der andere für Hundehalter und was weiß denn ich. So wie es aber
derzeit ist(eigentlich nicht das schlechteste) müssen aber nachwievor
alle in den gleichen Park.
Posted by admin on 23 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
> Ein Wort noch zu den ausufernden Urlaubsansprüchen, die endlich
> gekürzt werden müssen. In diesen schweren Zeiten ist es
> unverantwortlich, mehr als 10 Arbeitstage Urlaub zu gewähren. Man
> schaue auf das Beispiel USA, in der 10 Arbeitstage oft unterschritten
> werden. Diese Republik muss wieder arbeiten und nicht faulenzen!
Und was soll denn mit all der zusätzlichen Arbeitszeit produziert
werden? Fakt ist, daß jedes Jahr mehr Güter mit weniger
Arbeitskräften produziert werden. Daß der Prozeß derzeit durch die
Niedrigstlöhne in China und anderswo gebremst wird, ist nur
vorübergehend. Und erzähle mir jetzt niemand, daß die Arbeitskraft
für Dienstleistungen gebraucht wird. Dienstleistung ist keine Frage
von gesetzlich regulierten Arbeitszeiten, sondern der persönlichen
Einstellung zu sich selbst und zur Gesellschaft. Und genau darum geht
es letztlich - auf allen Ebenen.
Es ist Zeit, genau das den Leuten zu erklären, anstatt ihnen weiter
Arbeitsplätze zu versprechen und die calvinstische Arbeitsmoral
hochzuhalten, die letztlich dafür verantwortlich ist, daß sich viele
Arbeitslose in Alkohol und Neurosen flüchten. Und diejenigen, die
heute in den Medien so gern mit scheinheiliger moralischer
Entrüstungsgeste als Drückeberger hingestellt werden, sind in
Wahrheit diejenigen, die anderen, die unbedingt arbeiten wollen,
einige der knappen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Politik und
Medien sollten endlich die Wahrheit sagen: Es wird auch in Zukunft
keine wundersame Arbeitsplatzvermehrung geben. Die Gesellschaft muß
sich darauf einrichten, ihr diesbezügliches Wertesystem über Bord zu
werfen. Je schneller das geschieht, umso besser.
Posted by admin on 20 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
> Die Frage “Woher wissen Sie, dass Person A sozialhilfeberechtig ist?”
> unterscheidet sich wohl erheblich von der Frage: “Wie können wir
> vermeiden, Sozialhilfe auszuzahlen?”
>
> So wird in einer deutschen Großstadt, die ich gut kenne …, eben
> letzte Frage gestellt und zwar in prozessorientieter Weise gestellt.
Diese Stadt heißt nicht zufällig Heck oder Köln?
> Das bedeutet: wie kann ich (aus Sicht des “Kunden”) möglichst
> frühzeitig! Sozialhilfeanfragen abwehren, also “kurzen Prozess
> machen” und diese Abwehr kontrollieren?
Wenn die Abwehr nicht erfolgreich funktioniert, dann kommt es aber
gerade zu eher langen Prozessen. Das dürfte sich herausmitteln.
> Antwort: Jeder der einen Antrag stellen will, muss zunächst einige
> Angaben bei einer zentralen Erfassungsstelle machen und wird dann
> einem Sachbearbeiter zugewiesen. Gemessen wird dann das Verhälltnis
> von angenommenen Anträgen (eigentlich ja Pflicht) und den Bürgern,
> die mit genau dieser Absicht das Sozialamt aufgesucht haben bezogen
> auf die einzelnen Sachbearbeiter.
Verstehe. Die Vorerfassung dient als Raster, um herauszufinden, ob
die Sachbearbeiter vergleichbare Entscheidungen, aufgrund
vergleichbarer Daten getroffen haben. Gibt es irgendwo Spikes, so
wird interveniert.
> Diese Zahlen werden natürlich intern veröffentlicht. Wer Foucault
> kennt, weiss um den Erfolg solches Vorgehens.
Ich sehe bis hierhin noch überhaupt gar nichts. Meine Prognose ist
die, dass in einem normal arbeitenden Amt, keine aussergewöhnlichen
Auffälligkeiten in der Statistik eines einzelnen Mitarbeiters bemerkt
werden. Es gibt keinen, der überall hohe und keinen, der überall
niedrige Werte erzielt. Ob die Zahlen intern veröffentlicht werden
ist ebensfalls irrelevant, solange sie nicht namentlich kenntlich
gemacht werden. Ob personalisierte HighScore-Listen der Mitarbeiter,
als gelebter Sozialdarwinismus, ausgehängt werden, scheint mir
zweifelhaft. Du magst mich da wiederlegen. Zumindest verfährt man in
keinem mir bekannten deutschen Unternehmen nach dieser Devise,
jedenfalls keines mit Betriebsrat, aber ich kenne freilich nicht
jedes und bei den Scientologen war ich auch noch nicht.
> Dass es natürlich dazu
> kommt, dass Anträge “unrechtmäßig” nicht angenommen werden, würde von
> den jeweiligen Vorgesetzten bei Beschwerden bedauert und als
> Fehlverhalten der Sachbearbeiter abgewälzt, wobei dies aber nicht
> unbedingt karriereschädlich ist…
Das wiederum halte ich für einfach belegbar, indem man die
Entwicklung des Verhältnisses zwischen
Antragstellungen/Antragsablehnungen und Ablehnungen/Beschwerden
erfasst.
Ich stelle mir bei meinen Einwänden, die ich hier mache, die Frage,
ob ich als Amtsleiter, auch ohne die Absicht, das Sozialamt zum
Asozialamt zu machen, nicht Interesse daran hätte statistische Daten
zu sammeln und Unregelmäßigkeiten im Datenberg kritisch zu
untersuchen. Nun bin ich aber auch kein Macho, der sich durch
irgendeine Power-Performance-Rhetorik anmachen lässt, sondern eher
der Typ, der an der Wahrheit und Wirksamkeit seiner Tätigkeit
interessiert ist. Insofern ist mir das pauschale Karriereargument
eher unheimlich und unzugänglich, ich halte es auch nicht pauschal
für falsch…
Tloen
Posted by admin on 19 Mrz 2008 | Tagged as: Allgemein
>
> > Meistens pöbeln sie erst “nur so” rum, und wenn man dann nicht ein
> > duckmäuserisches Verhalten an den Tag legt, geht es richtig los.
> >
> > Und überhaupt geht es ja nicht allein ums spucken, sondern exakt um
> > die Belästigung durch Provokation allgemein. Mit anderen Worten: Wer
> > willentlich provoziert, darf sich nicht beschweren, wenn die
> > Provozierten nicht unbedingt erfreut reagieren.
>
> Das ist soweit korrekt. Ergo kann man es ja gelten lassen, wenn ein
> tatsaechlich Passanten_bespuckender Punk Aerger bekommt. Nicht gelten
> lassen kann man es, wenn andere nicht_spuckende Punks ebenfalls
> Aerger bekommen, nur weil sie potenzielle Spucker sind.
Da sind wir ja einer Meinung. Was mich nur aufregt, wenn eine “aber
die Renter/Fußballfans/Studenten/… sind ja noch viel
schlimmer”-Ausrede kommt.
> > Genau diese geistige Störungen haben viele Links-außen-Leute: Erst
> > scheiße bauen, sich dann aber beschweren, wenn die Gesellschaft
> > entsprechend reagiert (”das faschistische System unterdrückt uns
> > ‘aufgeklärte’ Helden, die sich trauen, anders zu sein, blah blah
> > blah”).
>
> Definiere kurz folgende Begrifflichkeiten:
> “Scheisse bauen”
Supermärkte ausrauben (wie in Berlin). Straßenschlachten.
Hausbesetzungen. Das wären so die größeren Dinge.
Rumpöbeln, Müll rumliegen lassen, wären die kleineren Dinge.
Jaja, ich weiß, die, die das machen, sind ja alle nicht “Teil der
Szene”. Wenn man sich aber die linke Berichterstattung so durchliest,
so fällt auf, das dort man sich eigentlich nie von solchen Untaten
distanziert, sondern eben stattdessen die Schuld auf andere schiebt:
“Die Polizei hat wieder provoziert, blah blah”. Selbst wenn es so
wäre, würde das derartige Taten nicht rechtfertigen.
> “Die Gesellschaft”
Von mir aus “das System” (obwohl ich diesen ideologisch besetzen
Begriff eigentlich ablehne), halt die, die provoziert werden
[sollen].