> > Und das eine Firma ihre eigenen Produktionsräume überwacht, ist wohl
> > kaum als grundsätzlich negativ zu werten. Wenn die Mitarbeiter
> > dadurch nicht maßlos bespitzelt werden, sehe ich da erstmal kein
> > Problem.
> >
> die Argumentation ist mir bekannt und scheint auf den ersten Blick
> auch vernünftig (wenn man es in der Konsquenz auch als vernünftig
> erachtet, das die Telekom das alleinige Recht an einer Farbe und
> einem Buchstaben für sich beansprucht … wirft die Frage auf, wem
> gehört das Wissen ;) Nu’ mischste aber Scheiße undern Lehm! Das Wissen gehört ‘Der Firma’,
einer Gruppe in der man mehr oder weniger freiwillig Mitglied sein
kann (jaja, oder darf).
> Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es sich hier um eine
> willkürliche Rechtsgüterabwägung handelt (das Recht der einzelnen
> Person ist geringer als das einer Firma)
Warum willkürlich? erklär das, ich versteh’s nämlich nicht.
Wenn Du meinst, das der Individualismus über alles geht, dann
argumentier ich mal dagegen:
Die Firma ist kein total abstraktes Gebilde, sie ist durchaus über
die in ihr arbeitenden Menschen definiert. Das heißt auch, das sich
eine Gruppe ihr Werk gegenüber anderen sichert. Und das ist Willkür?,
also bitte… Ich schieß mir im Wald als Neandertaler eine Sau, aber
wenn mir unbekannte Leute vorbeikommen, muss ich akzeptieren, dass
die mitnehmen was sie brauchen?
Ich kann in keiner Weise sehen, dass - solange immernoch Geld eine
Rolle in unserer Gesellschaft spielt - ein Verbot von Kamera-Handys
in Firmen eine untragbare Verletzung der Individualität des einzelnen
_Besuchers_ darstellt. (Das mit dem Gast-sein sollte man auch mal im
Hinterkopf behalten!).
> und das die Frage ungeklärt ist: Wer überwacht die Überwacher?
Die Frage wurde gerade erst von Dir gestellt, alles andere aber noch
garnicht beantwortet.
Gruß
SpareTimeX