Geld ist natürlich wichtig für die Forschung, aber:
Ist die MPG und ihre Mechanismen noch zeitgemäß ?
Warum werden MP-Institute häufig nach Gutsherrenart geführt ?
Warum werden die Institute oft wieder zugemacht wenn der
Gutsherr stirbt, abwandert oder emeritiert wird ?
Die Forschungspolitik in der BRD ist genauso antiquiert:
Für Fusionsforschung, Beschleuniger und bemannte Raumfahrt
wird immens viel Geld verpulvert und niemand wagt es
diese fragwürdigen Themenschwerpunkte zu hinterfragen.
Die Entwicklung von neuen (Reserve-)Antibiotika wird aber
der Pharmaindustrie überlassen. Welche Firma kann aber eine
neue Substanzklasse entwickeln, ohne dann damit auch Geld
verdienen zu wollen ?
Genau hier wäre staatliche Forschungsförderung dringenst nötig.
Soweit ich das überblicke, ist hier aber ausser Gelaber über die
zunehmende weltweite Resistenzentwicklung nichts geschehen.
Die MPG tut nichts, die Frauenhofer-Gesellschaft ist wohl nicht
richtig zuständig, die Bundesländer sparen wo sie nur können
und das Bundesforschungsministerium wacht sowieso erst auf wenns
fette Schlagzeilen gibt (vgl. BSE).
Schlagzeilen könnte es demnächst z.B. geben, wenn sich TBC in
Europa massiv ausbreitet und alle Tuberkulostatika nix mehr nützen…
Immerhin etwas Förderung von OpenSource-Projekten ist ja schon
mal besser als das Geld direkt an Siemens /KWU für Reaktorforschung
zu überweisen…