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> Geld ist natürlich wichtig für die Forschung, aber:
>
> Ist die MPG und ihre Mechanismen noch zeitgemäß ?
>
> Warum werden MP-Institute häufig nach Gutsherrenart geführt ?
> Warum werden die Institute oft wieder zugemacht wenn der
> Gutsherr stirbt, abwandert oder emeritiert wird ?
>
> Die Forschungspolitik in der BRD ist genauso antiquiert:
>
> Für Fusionsforschung, Beschleuniger und bemannte Raumfahrt
> wird immens viel Geld verpulvert und niemand wagt es
> diese fragwürdigen Themenschwerpunkte zu hinterfragen.
>
Stimmt alles. Ich bin nun zwar nicht so in der Biochemie und Pharmazie
zu Hause, aber ich habe den Eindruck, an Unis z.B. an
Physik-Fakultaeten ist die Art und Weise, wie “der Laden laeuft”
(Geldmittelbewilligung, Vergabe v. Lehrstuehlen) eher
personenorientiert als sachorientiert, aehnlich wie in der Politik.
Warum in gigantische Projekten wie Raumfahrt, Beschleuniger, etc.
soviel Geld verschwendet wird, obwohl damit das Zehnfache an kleineren,
kostenunaufwendigeren Projekten finanziert werden koennte, liegt m.E.
daran, dass es genau diese Projekte sind, die “vermittelbar” sind, will
sagen: Jeder Laie, also auch jeder Geldgeber, kann sich unter bemannter
Raumfahrt was vorstellen. Darueberhinaus ist das ein Prestigeprojekt.
Es ist der Oeffentlichkeit direkt zugaenglich, was dies alles bringen
koennte. Anleihen aus einschlaegigen Scifi-Romanen und -Filmen kann man
sofort nehmen.
Wer aber interessiert sich da draussen fuer die Frage, warum es ein
Quark-Confinement” in der Elementarteilchenphysik gibt; eine
theoretische Frage, die nicht von teuren Beschleunigerexperimenten
beantwortet wird, sondern von mathematischen Physikern. Da ist eben
Manpower gefragt, keine einzelnen Riesenanlagen, sondern Stellen.
Anderes Beispiel: Aktuelles aus der Quantenoptik. Das versteht doch
normalerweise kein Mensch ausserhalb der Physik. Weil man aber Geld
will, verkauft man das ganze als “Beamen endlich moeglich?”. Schon
strahlt’s von jeder Zeitschrift, sei’s P.M. oder auch die IWZ. Und
Gelder fliessen. Aber wissenschaftlich auseinandersetzen tut sich doch
so auch niemand mit der Materie.