> … der zeigt, wie verlogene Moslems in einer Moschee zu Götzen
> beten, um anschließend eine christliche Hochzeitsfeier
> niederzumetzeln, die dann gefangene Christen lebendigen Leibes
> zerstückeln, um ihre Organe zu verkaufen und wo zum Schluß der
> Amerikaner dem Moslemfüher den Dolch ins Herz rammt und genüßlich
> umdreht? Weiß das jemand?
Genau DIESE Reaktion (die heute des öfteren zu vernehmen ist) beweist
doch, dass die Gesellschaft reflexartig reagiert, weil sie sich darin
gefällt. Die Probe wurde also nicht bestanden. Wieso werden
angesichts eines FILMS, der sich weder als Dokumentarfilm, noch als
“die reine Wahrheit” begreift, derartige Fragen gestellt? Der Film
hat sich eine wahre Begebenheit zur Ausgangsbasis genommen, wie so
viele Filme vor ihm auch. was ist z.B. mit all den schäbigen
U.S.-Hero-Streifen der 60er und 70er, die die Vietnamesen durch die
Bank als blutrünstige Barbaren zeigten, gegen die man sich mutig und
tapfer zur Wehr setzen musste?? Da wurde auch schon mal gejubelt, als
der eingekesselte GI gerade noch so von seinen bis an die Zähne
bewaffneten Hubschrauber-Buddies aus einem “verfeindeten Dorf” voller
Frauen und Kinder gerettet werden konnte, indem man das Dorf aus der
Luft flugs mal dem Erdboden gleichmachte! Kamen damals solche
Reaktionen wie heute? Nein! Weil man es in erster Linie als das
angesehen hat, was es war: eine Hollywood-Produktion, ein Film, eine
Geschichte - eine schlechte zwar, aber eine Geschichte.
Und in diesem Punkt hat Rüdiger Suchsland imho absolut recht. Man
sollte aufhören, einen Film inkriminieren zu wollen, der einem
einfach nur ideologisch gegen den Strich geht. Simple as that.
> Oder gibt es doch einen Unterschied zwischen Hollywood und “Tal der
> Wölfe”?
Nö, immerhin haben sogar berühmte Hollywood-Schauspieler wie Billy
Zane (”Titanic”) darin mitgespielt. Der hatte als Ami allen Anscheins
nach weniger ein Problem mit der anti-amerikanisch wirkenden Story
des Films, wie so mancher, Schimmel ansetzende deutsche
Provinz-Politiker.
> Was ist nochmal gleich die passende Reaktion auf beleidigte religiöse
> Gefühle? Ich werd mal in Iran, Libyen, Pakistan oder dem
> Gaza-Streifen nachfragen.
Du fühlst dich durch “Tal der Wölfe” ‘religiös beleidigt’?? Ist ja
höchst interessant, das muss ich schon sagen. Übrigens, mal ein
kleiner Tip: Auf Sat.1, Vox und was weiß ich wo noch, laufen Samstags
und Sonntags immer so hübsche, amerikanische Action-Serien ala
J.a.g.g. Einziger Dreh- und Angelpunkt: die heldenhafte Jagd auf
Al-Kaida-Terroristen, die den Kontinent in die Luft jagen wollen -
zur besten Nachmittagssendezeit im übrigen.
Wo ist der Unterschied? Oder besser gefragt: Was ist schlimmer, eine
endlos-Serie, die permanent den Eindruck erweckt, die USA seien von
moslemischen Terroristen dauerbedroht, oder ein Film, der auf vielen
wahren Begebenheiten gründet und nicht der erste wäre, der zur
tendenziösen Übertreibung neigt?
>
> “Vielmehr ist der Umgang mit “Tal der Wölfe” eine Nagelprobe auf die
> Toleranz der Gesellschaft.”
>
> Diese Nagelprobe hat der Westen bereits bestanden: Oder hat irgend
> jemand die türkischen Botschaften in Europa angezündet, Türken
> ermordet, türkische Flagen verbrannt
Also
bitte, Comrade! Das entbehrt ja wohl jeglicher
Vergleichsgrundlage. Der Film diskriminiert weder explizit eine
bestimmte Religion, noch erhebt er universellen Wahrheitsanspruch!
Die Karikaturen hingegen waren explizit auf den Grundcharakter einer
bestimmten Religion ausgerichtet.
> oder auch nur zu einem
> Döner-Boykott aufgerufen?
Nö, man hat lediglich zur Zensur aufgerufen - und zwar aus höchst
offizieller Ecke (Stoiber).
> Rufen Papst, Bischhöfe und Kardinäle zur
> Ermordung der Filmemacher und Kinobetreiber auf? Oder reisen gar
> “christliche Fundamentalisten” durch die Welt, um einen Krieg der
> Kulturen anzuzetteln?
Den “Krieg der Kulturen” hat das Abendland angezettelt. Und zwar
schon vor langer, langer Zeit. Schon mit Beginn der Kreuzfahrten nach
Afrika, Asien und Amerika wurde der Überlegenheitsanspruch der
europäischen “Hochkultur” gegenüber den “unzivilisierten” Urvölkern
manifestiert - und er hat sich bis heute gehalten.
> Fordert die Bundesregierung eine Entschuldigung
> von der Türkei? “Enthauptet die Türken, die Amerika beleidigen”
Die deutsche Regierung soll die Ermordung von Türken fordern, weil
sie “Amerika beleidigt” hätten?? Junge, Junge, wo gehst du bloß deine
Logik kaufen…
>
> Nur mal so zum Nachdenken.
Nachdenken wäre ein guter Ansatz hinsichtlich deiner weiteren
Veröffentlichungen hier. Nochmal: es ist ein gottverdammter FILM!!!
Ein Film wie es schon so viele zuvor gab. Wo war der “Aufschrei der
Vernunft”, als antijüdische Filme im Dritten Reich erschienen?? Wo
war der Aufschrei bei Filmen wie “A Case of Honor” oder “Green
Berets” oder Weltherrschafts-Phantastereien der Amis ala “Red Dawn”??
Es sind FILME, keine Angriffskriege, DAS sollte dir mal zu Denken
geben!!