Februar 2008

Monthly Archive

Individualismus vs. Gesellschaft - Moblogging

Posted by admin on 27 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

> > Und das eine Firma ihre eigenen Produktionsräume überwacht, ist wohl
> > kaum als grundsätzlich negativ zu werten. Wenn die Mitarbeiter
> > dadurch nicht maßlos bespitzelt werden, sehe ich da erstmal kein
> > Problem.
> >
> die Argumentation ist mir bekannt und scheint auf den ersten Blick
> auch vernünftig (wenn man es in der Konsquenz auch als vernünftig
> erachtet, das die Telekom das alleinige Recht an einer Farbe und
> einem Buchstaben für sich beansprucht … wirft die Frage auf, wem
> gehört das Wissen ;) Nu’ mischste aber Scheiße undern Lehm! Das Wissen gehört ‘Der Firma’,
einer Gruppe in der man mehr oder weniger freiwillig Mitglied sein
kann (jaja, oder darf).
> Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es sich hier um eine
> willkürliche Rechtsgüterabwägung handelt (das Recht der einzelnen
> Person ist geringer als das einer Firma)
Warum willkürlich? erklär das, ich versteh’s nämlich nicht.
Wenn Du meinst, das der Individualismus über alles geht, dann
argumentier ich mal dagegen:
Die Firma ist kein total abstraktes Gebilde, sie ist durchaus über
die in ihr arbeitenden Menschen definiert. Das heißt auch, das sich
eine Gruppe ihr Werk gegenüber anderen sichert. Und das ist Willkür?,
also bitte… Ich schieß mir im Wald als Neandertaler eine Sau, aber
wenn mir unbekannte Leute vorbeikommen, muss ich akzeptieren, dass
die mitnehmen was sie brauchen?
Ich kann in keiner Weise sehen, dass - solange immernoch Geld eine
Rolle in unserer Gesellschaft spielt - ein Verbot von Kamera-Handys
in Firmen eine untragbare Verletzung der Individualität des einzelnen
_Besuchers_ darstellt. (Das mit dem Gast-sein sollte man auch mal im
Hinterkopf behalten!).
> und das die Frage ungeklärt ist: Wer überwacht die Überwacher?
Die Frage wurde gerade erst von Dir gestellt, alles andere aber noch
garnicht beantwortet.
Gruß
SpareTimeX

Na ja… - Die McKinsey-Gesellschaft

Posted by admin on 27 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein


> Der Controller muss eigentlich immer nur eine einzige Frage stellen,
> die er variiert: woher wissen Sie, dass Person A
> sozialhilfeberechtigt ist? Woher wissen sie, dass die Leute, ehrliche
> Steuerzahler sind? Oder noch etwas abstrakter: welche Ziele haben und
> sie und wie finden sie heraus, ob sie sie erreichen? Nun kann jeder
> Staatsdiener sagen, er arbeite für das Gemeinwohl. Der Controller
> kann ihn nun aber fragen, woran er erkennt, ob das was er macht, dem
> Gemeinwohl eher nützt als schadet?
Die Frage “Woher wissen Sie, dass Person A sozialhilfeberechtig ist?”
unterscheidet sich wohl erheblich von der Frage: “Wie können wir
vermeiden, Sozialhilfe auszuzahlen?”
So wird in einer deutschen Großstadt, die ich gut kenne …, eben
letzte Frage gestellt und zwar in prozessorientieter Weise gestellt.
Das bedeutet: wie kann ich (aus Sicht des “Kunden”) möglichst
frühzeitig! Sozialhilfeanfragen abwehren, also “kurzen Prozess
machen” und diese Abwehr kontrollieren?
Antwort: Jeder der einen Antrag stellen will, muss zunächst einige
Angaben bei einer zentralen Erfassungsstelle machen und wird dann
einem Sachbearbeiter zugewiesen. Gemessen wird dann das Verhälltnis
von angenommenen Anträgen (eigentlich ja Pflicht) und den Bürgern,
die mit genau dieser Absicht das Sozialamt aufgesucht haben bezogen
auf die einzelnen Sachbearbeiter.
Diese Zahlen werden natürlich intern veröffentlicht. Wer Foucault
kennt, weiss um den Erfolg solches Vorgehens. Dass es natürlich dazu
kommt, dass Anträge “unrechtmäßig” nicht angenommen werden, würde von
den jeweiligen Vorgesetzten bei Beschwerden bedauert und als
Fehlverhalten der Sachbearbeiter abgewälzt, wobei dies aber nicht
unbedingt karriereschädlich ist…
>
>

Gesellschaft - Thanks for not shooting me

Posted by admin on 26 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

> > Richtig - aber sowohl bei Autos wie auch bei Waffen muss man gewissen
> > Missbrauch in Kauf nehmen - so wie bei allem im Leben. Der Missbrauch
> > legaler Waffen ist lächerlich gering - im Gegensatz zu legalen KFZ.
> Ich muss aber nicht jedes Mass an Mißbrauch tolerieren. Das
> entscheidet zum Glück die Gesellschaft insgesamt und nicht einige
> Waffenfans.
Die Gesellschaft nimmt großen Missbrauch bei privaten KFZ, Alkohol,
Tabak, Sexualstraftätern, Fussballrodys, rechten und linken Schlägern
und Ausländerkriminalität in Kauf. Da kann sie auch den lächerlich
geringen Missbrauch legaler Waffen in Kauf nehmen.
> Du kennst die Entwicklung der kriminalitätsrate von New York?
> Offensichtlich nicht, sonst wüsstest Du, das die schweren Straftaten
> in New York durch sehr straffe Gesetzte und eine sehr restriktive
> Durchsetzung um über 50%(!) gesenkt wurden. New York ist inzwischen
> relativ gesehen eine der sichersten Großstädte in den USA. New York
> ist eines der schlagendsten Besipiele für die Einschränkung des
> Waffenbesitzes.
New York ist eine Großstadt - da gelten andere Regelungen für die
Statistik - Großstädte haben immer mehr Gewaltkriminalität als
anderswo. Genauso muss man die sozialen Schichten berücksichtigen.
Z.B. in Deutschland sind Städte mit hohem Ausländeranteil oder hohem
Deutschrussenanteil naturgemäß mehr von Kriminalität heimgesucht.
Zudem hat NY eine riesige Anzahl von Polizisten, welche den
Steuerzahler immens Geld kosten (für die Krankenversicherung bleibt
halt nichts mehr übrig …) im Vergleich zu anderen Staaten oder
Städten. Die Schlüsse aus dem dürftigen NY Zahlenmaterial sind
schlichtweg unzulässig. Da hat sich Mr. wesentlich mehr Mühe gegeben.
> > > Es geht doch eher darum, Regeln und Maßnahmen zu finden, die einen
> > > Mißbrauch von Waffen einschränken können. Ja, ich weiß, verhindern
> > > kann man es nicht, wegen der illegalen Waffen. Aber auch den
> > > illegalen Besitz kann man einschränken.
> > > Unsere Waffengesetze sind völlig ausreichend ! Die Missbrauchequote
> > ist lächerlich gering und seit vielen Jahren im Sinken begriffen.
> > Kein Handlungsbedarf.
> Das sehen viele aber ganz anders. Wir leben in einer Demokratie, auch
> wenn das jeden einzelnen in einigen Dingen einschränkt.
Und warum sehen das viele anders ? Weil sie nicht in die Statistik
reinsehen ? De Leute sollten weniger BILD lesen. BILD berichtet
ausführlich über jedes Sexualverbrechen - es wird der Eindruck
erweckt, daß an jeder Ecke Kinder vergewaltigt und getötet werden.
Tatssache ist aber, dass diese Verbrechen seit Jahren im Rückgang
begriffen sind ! Die Medien verzerren durch überprportionale
Berichterstattung das Bild. Dagegen bleibt die immense
Ausländerkriminalität in den Medien kaum berücksichtigt, obwohl ein
Großteil der Straften von Ausländern oder Inländern russischer
Abstammung begangen wird.
> Die Opfer im Straßenverker wurden seit den 60er Jahren massiv und
> kontinuierlich gesenkt, durch oben angeführte Maßnahmen. Das spricht
> eher für die Einführung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen beim
> Waffenbesitz.
Wie viele Verkehrsopfer gibt es denn ? Ca. 10.000 Tote und
Schwerverletzte jedes Jahr. Wie viele durch legale Schusswaffen ?
Wohl weniger als 10.
> Schusswaffenverletzungen werden durch die Verfügbarkeit von Waffen
> begünstigt.
Stichverletzungen werden durch die Verfügbarkeit von Messern
begünstigt …
> > Stimmt genau. Der Erfurter Mörder hat mehrfach gegen waffenrechtliche
> > Bestimmungen verstoßen, was den Behörden völlig egal war. Auch die
> > Amokläufer von Zug und Dunblane hätten keine Waffen mehr besitzen
> > dürfen - den unfähigen Behörden war es völlig egal.
> Ah, eine Übereinstimmung *freu*. Vieleicht lässt sich ja hier ein
> Konsens finden und die Sicherheit erhöhen.
Das denke ich auch ! Nicht immer nach neuen Gesetzen schreien,
sondern die bisherigen anwenden !
> > Es gibt keine Gefährdung durch legale Waffen - das bestätigt die
> > Statistik. Im Gegenteil mit legalen Waffen werden noch zahlreiche
> > Verbrechen verhindert.
> Na das musst du mal nachweisen; da bin ich ja echt mal gespannt. Bei
> dir ist noch nie eingebrochen worden, weil du eine Waffe zuhause
> hast? Bei mir auch nicht, trotz fehlender Waffe.
Ich habe kein Warnschild an der Tür - es ist eine ruhig Gegend. Ich
will einfach meine Ruhe haben und meinem Hobby nachgehen.
> > In Deutschland hat vor Jahren einmal ein Irrer
> > mit einer Axt einen Amoklauf gemacht - jedenfalls so lang bis er an
> > einer Haustüre von jemanden mit einer Gaswaffe niedergeschossen
> > worden ist. Nur eines von vielen Beispielen jedes Jahr.
> Na das ist ja mal ein Argument für den Waffenbesitz.
Da gibt es sehr viele Fälle - die aber in Deutschland leider nicht
statistisch erfasst werden. Aber ich persönlich höhere immer wieder
wie im Landkreis Verbrechen mit legalen Waffen verhindert werden. Und
das ist auch bundesweit so.
Dirty Harry

1 / 24 sec - Panoptische Gesellschaft

Posted by admin on 26 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

Schmerz und sonstige WechselWirkung mit der Umwelt ist für ein
Bewußtsein natürlich lebensnotwendig - letzten Endes hat die
Evolution unser Bewußtsein als eines von vielen Werkzeugen zur
ExistenzBewältigung gemacht, da wir mit ReißZähnen,
Flügeln,
RiesenKräften, hochleistungsfähiger FortPflanzung und
TarnFarben ja nicht gesegnet sind. Was die ZeitSkala 40 msec betrifft,
so ist nicht restlos klar, ob es die Evolution nicht besser
‘konnte’ oder nicht
besser ‘wollte’ - da wir in Konkurrenz zu ähnlich aufgebauten
MitGeschöpfen stehen, ist diese ZeitSkala auch ein
bißchen selbstdefinierend, denn wenn die neuronale Aktivität
sich hundertmal langsamer abspielen würde, dann hätten wir
immer
noch kein stärkeres Problem mit RaubTieren, die derselben
Beschränkung
unterlägen. - Aber in der Brandung Surfen könnten wir uns
dann
abschminken! (Und Windows würden wir für ein schnelles OS
halten.)
ZeitSkalen braucht das Bewußtsein noch mehr. Die unterschiedliche
Dichte der Erinnerungen an verschieden weit zurück liegende
Ereignisse gibt ein Gefühl des ZeitAblaufes und der
Ich-Kontinuität
- nicht die einzige Stelle, wo biologische Beschränkungen
scheinbar
wie absichtlich die Arbeit des Bewußtseins erst ermöglichen.
Die
andere Skala, die mir aufgefallen ist, ist die Ermüdung
der Neuronen, die zum Beispiel verhindert, daß sich unsere
Gedanken ewig im Kreis drehen (es gibt Syndrome, die diesen
Effekt verhindern, mit sehr ernsthaften Folgen für den
betreffenden Patienten).
Was immer auch wir wissen oder auch nicht wissen über diese
Implementation des Geistes - es bleibt ein Staunen über die
Einfachheit der zugrunde liegenden Struktur, die es
ermöglicht, eine subjektive Interpretation der
Welt
zu verwalten - und davon laufen Milliarden auf
diesem Planeten und sonstwo im Kosmos vielleicht noch weitere
ungezählte herum. Das macht den AufenthaltsOrt Universum
so richtig interessant.
Und
es stellt immer wieder die Frage, ob eine Absicht hinter
all dem war.

Und wer kritisiert die Max-Planck-Gesellschaft ? - Max-Planck-Gesellschaft kritisiert Forsc…

Posted by admin on 26 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

Geld ist natürlich wichtig für die Forschung, aber:
Ist die MPG und ihre Mechanismen noch zeitgemäß ?
Warum werden MP-Institute häufig nach Gutsherrenart geführt ?
Warum werden die Institute oft wieder zugemacht wenn der
Gutsherr stirbt, abwandert oder emeritiert wird ?
Die Forschungspolitik in der BRD ist genauso antiquiert:
Für Fusionsforschung, Beschleuniger und bemannte Raumfahrt
wird immens viel Geld verpulvert und niemand wagt es
diese fragwürdigen Themenschwerpunkte zu hinterfragen.
Die Entwicklung von neuen (Reserve-)Antibiotika wird aber
der Pharmaindustrie überlassen. Welche Firma kann aber eine
neue Substanzklasse entwickeln, ohne dann damit auch Geld
verdienen zu wollen ?
Genau hier wäre staatliche Forschungsförderung dringenst nötig.
Soweit ich das überblicke, ist hier aber ausser Gelaber über die
zunehmende weltweite Resistenzentwicklung nichts geschehen.
Die MPG tut nichts, die Frauenhofer-Gesellschaft ist wohl nicht
richtig zuständig, die Bundesländer sparen wo sie nur können
und das Bundesforschungsministerium wacht sowieso erst auf wenns
fette Schlagzeilen gibt (vgl. BSE).
Schlagzeilen könnte es demnächst z.B. geben, wenn sich TBC in
Europa massiv ausbreitet und alle Tuberkulostatika nix mehr nützen…
Immerhin etwas Förderung von OpenSource-Projekten ist ja schon
mal besser als das Geld direkt an Siemens /KWU für Reaktorforschung
zu überweisen…

Re: Und wer kritisiert die Max-Planck-Gesellschaft ? - Max-Planck-Gesellschaft kritisiert Forsc…

Posted by admin on 25 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

:
> Geld ist natürlich wichtig für die Forschung, aber:
>
> Ist die MPG und ihre Mechanismen noch zeitgemäß ?
>
> Warum werden MP-Institute häufig nach Gutsherrenart geführt ?
> Warum werden die Institute oft wieder zugemacht wenn der
> Gutsherr stirbt, abwandert oder emeritiert wird ?
>
> Die Forschungspolitik in der BRD ist genauso antiquiert:
>
> Für Fusionsforschung, Beschleuniger und bemannte Raumfahrt
> wird immens viel Geld verpulvert und niemand wagt es
> diese fragwürdigen Themenschwerpunkte zu hinterfragen.
>
Stimmt alles. Ich bin nun zwar nicht so in der Biochemie und Pharmazie
zu Hause, aber ich habe den Eindruck, an Unis z.B. an
Physik-Fakultaeten ist die Art und Weise, wie “der Laden laeuft”
(Geldmittelbewilligung, Vergabe v. Lehrstuehlen) eher
personenorientiert als sachorientiert, aehnlich wie in der Politik.
Warum in gigantische Projekten wie Raumfahrt, Beschleuniger, etc.
soviel Geld verschwendet wird, obwohl damit das Zehnfache an kleineren,
kostenunaufwendigeren Projekten finanziert werden koennte, liegt m.E.
daran, dass es genau diese Projekte sind, die “vermittelbar” sind, will
sagen: Jeder Laie, also auch jeder Geldgeber, kann sich unter bemannter
Raumfahrt was vorstellen. Darueberhinaus ist das ein Prestigeprojekt.
Es ist der Oeffentlichkeit direkt zugaenglich, was dies alles bringen
koennte. Anleihen aus einschlaegigen Scifi-Romanen und -Filmen kann man
sofort nehmen.
Wer aber interessiert sich da draussen fuer die Frage, warum es ein
Quark-Confinement” in der Elementarteilchenphysik gibt; eine
theoretische Frage, die nicht von teuren Beschleunigerexperimenten
beantwortet wird, sondern von mathematischen Physikern. Da ist eben
Manpower gefragt, keine einzelnen Riesenanlagen, sondern Stellen.
Anderes Beispiel: Aktuelles aus der Quantenoptik. Das versteht doch
normalerweise kein Mensch ausserhalb der Physik. Weil man aber Geld
will, verkauft man das ganze als “Beamen endlich moeglich?”. Schon
strahlt’s von jeder Zeitschrift, sei’s P.M. oder auch die IWZ. Und
Gelder fliessen. Aber wissenschaftlich auseinandersetzen tut sich doch
so auch niemand mit der Materie.

Re: Und wer kritisiert die Max-Planck-Gesellschaft ? - Max-Planck-Gesellschaft kritisiert Forsc…

Posted by admin on 25 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

:
> Finde ich persönlich nicht verkehrt. Tatsache ist doch, dass noch
> niemand eine vernünftige regenerative Energiequelle nennen kann.
> Alle
> reden von Wasser-, Wind- oder Sonnenenergie, aber solche Lösungen
> sind
> doch regional beschränkt. Gezeitenkraftwerke an der Nordsee sind
> fein,
> aber nicht alle Gebiete liegen an der Küste. Solarenergie ist
> wunderbar, aber woihin mit den verschlissenen Solarzellen und
> Akkus?
Und was spricht dann gegen die Fusionsforschung? Auch wenn es sicher
sinnvoll ist, auch andere Energiequellen zu erschließen, denke ich,
dass man mit Fusionskraftwerken so ziemlich alle Energieprobleme (und
daraus folgende Umweltprobleme) aus dem Weg räumen könnte, sei es nun
Atommüll (Tritium strahlt zwar auch aber wesentlich kürzer als Uran /
Plutonium), Treibhauseffekt (für Autos mit Brennstoffzellen muss auch
irgendwoher die Energie kommen) oder Verschandelung der Natur durch
Wasser- und Windkraftwerke.
Natürlich gibt es noch einige Probleme zu lösen, bis man
Fusionskraftwerke in großem Maßstab einsetzen können wird, aber dass
der JET, der nun wohl doch gebaut wird, immer noch zu klein ist, damit
es “richtig losgeht” finde ich schon ein Armutszeugnis.
Andererseits ist es natürlich einfacher - gerade von “grüner” Seite -
zu sagen: “gegen Kernenergie” als zu differenzieren zwischen
Kernspaltung und -fusion. Dabei wäre doch die Kernfusion eine saubere,
effiziente und günstige Energiequelle!
Optimistische Grüße,
Leo

Re: Und wer kritisiert die Max-Planck-Gesellschaft ? - Max-Planck-Gesellschaft kritisiert Forsc…

Posted by admin on 25 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

:
> Die Entwicklung von neuen (Reserve-)Antibiotika wird aber
> der Pharmaindustrie überlassen. Welche Firma kann aber eine
> neue Substanzklasse entwickeln, ohne dann damit auch Geld
> verdienen zu wollen ?
>
> Genau hier wäre staatliche Forschungsförderung dringenst nötig.
> Soweit ich das überblicke, ist hier aber ausser Gelaber über die
> zunehmende weltweite Resistenzentwicklung nichts geschehen.
> Die MPG tut nichts, die Frauenhofer-Gesellschaft ist wohl nicht
> richtig zuständig, die Bundesländer sparen wo sie nur können
> und das Bundesforschungsministerium wacht sowieso erst auf wenns
> fette Schlagzeilen gibt (vgl. BSE).
Du legst den Finger in eine offene Wunde.
Wenn man vertrauenswürdige Infos zum Thema Resistenz auf hohem
wissenschaftlichem Niveau sucht, findet man die normalerweise nicht auf
den Seiten des Robert-Koch-Instituts, sondern bei den Centers of
Disease Control.
Dabei wäre das RKI eigentlich für unseren Schutz vor
Infektionskrankheiten zuständig.
Daß an Forschungsförderung bei pharmazeutischen Wirkstoffen nichts
passiert stimmt nur eingeschränkt. Die vielen Startups, die hier in
Deutschland entstehen, sind zumindest am Anfang häufig in einem hohen
Maß mit öffentlichen Fördermitteln finanziert. Leider gehört die
zahlende Öffentlichkeit nicht unbedingt zu den Profiteuren
erfolgreicher Entwicklungen: Die Kosten und Risiken
werden sozialisiert, die Gewinne verteilen sich auf ganz andere Leute.
Und die neuen Wirkstoffe werden dann nicht mal von der Kasse erstattet.
Mal zum Nachdenken: Warum sollten die Gewinne aus der weltweiten
Vermarktung erfolgreicher Arzneimittelentwicklungen nicht weit stärker
als bisher in unser marodes Gesundheits- und Forschungswesen
zurückfließen, wenn dafür öffentliche Forschungsmittel eingesetzt
wurden?
Explizit: Ich meine eine direkte Rückzahlung, keine indirekte durch
(vielleicht irgendwo geleistete) Steuerzahlungen.
Ich schätze, das Modell ließe sich auch auf andere Bereiche von
Wissenschaft und Technik anwenden.
Grüße
microB

Re: Und wer kritisiert die Max-Planck-Gesellschaft ? - Max-Planck-Gesellschaft kritisiert Forsc…

Posted by admin on 25 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

:
> Für Fusionsforschung, Beschleuniger und bemannte Raumfahrt
> wird immens viel Geld verpulvert und niemand wagt es
> diese fragwürdigen Themenschwerpunkte zu hinterfragen.
Die gelieferten Begründungen hierfür sind einfach: Grundlagenforschung
heisst es z.B. bei Beschleunigerexperimenten.
Im Endeffekt geht es natürlich meistens um Geld und Ruhm. In einer
Sache muss ich Dir Recht geben: obwohl Forschungsteams an neuen
Medikamenten u.ä. arbeiten, wären sie mit Sicherheir erfolgreicher,
wenn dieser Bereich eine höhere Prorität erhalten würde als die
Erforschung möglicher Lebensformen irgendwo im All.
> Genau hier wäre staatliche Forschungsförderung dringenst nötig.
> Soweit ich das überblicke, ist hier aber ausser Gelaber über die
> zunehmende weltweite Resistenzentwicklung nichts geschehen.
> Die MPG tut nichts, die Frauenhofer-Gesellschaft ist wohl nicht
> richtig zuständig, die Bundesländer sparen wo sie nur können
> und das Bundesforschungsministerium wacht sowieso erst auf wenns
> fette Schlagzeilen gibt (vgl. BSE).
> Schlagzeilen könnte es demnächst z.B. geben, wenn sich TBC in
> Europa massiv ausbreitet und alle Tuberkulostatika nix mehr
> nützen…
Dann wird eben aufgeklärt…. ;-)wie bei AIDS.
Und zum Thema Reaktorforschung:
Finde ich persönlich nicht verkehrt. Tatsache ist doch, dass noch
niemand eine vernünftige regenerative Energiequelle nennen kann. Alle
reden von Wasser-, Wind- oder Sonnenenergie, aber solche Lösungen sind
doch regional beschränkt. Gezeitenkraftwerke an der Nordsee sind fein,
aber nicht alle Gebiete liegen an der Küste. Solarenergie ist
wunderbar, aber woihin mit den verschlissenen Solarzellen und Akkus?
Mehrgleisig zu fahren ist manchmal gar nicht so schlecht! Mir wäre es
zumindest lieber, wir würden unsere AKW’s behalten und uns nicht auf
die Kraftwerke verlassen, die unsere europäischen Nachbarn an die
Grenzen
verlagern, um unseren Strombedarf zu decken.
Muelleimer

Re: Fraunhofer-Gesellschaft ist ein fragwürdiger Verein - Fraunhofer-Gesellschaft macht sich für S…

Posted by admin on 24 Feb 2008 | Tagged as: Allgemein

Was heisst denn genau neo liberal?!?
Ich betrachte mich als liberal im wahrsten sinne des wortes, bin ein
anhänger vom klassischen wirtschaftsliberalismus und kapitalismus von
Adam Smith.
Dazu gehört dass der staat so klein wie möglich ist und nur ein
notwendiges übel ist. Hauptaufgabe ist zu sorgen für stabilität und
sicherheit.
In sachen wirtschaft hat der staat nur eine aufgabe: monopole und
kartelle verhindern und zerschlagen. Der rest regelt der unsichtbare
hand vom markt. Sozialhilfe sollte nicht existieren, gewerkschaften
dürfen existieren aber sollen nicht staatlich unterstützt werden
indem man tarifverträge einen offiziellen status gibt.
Somit soll sich der staat vor allem NICHT einmischen in protektion
von geschäftsmodellen, und z.b. sich total abseitig halten von
urheberrecht, patente usw.
Die gesetzte in dem bereich sind reine anti-liberale einmischung in
der freien marktwirtschaft, mit verheerenden folgen. All solche
gesetze sollten gemäss der theorie der freien marktwirtschaft total
abgeschafft werden.
Es sind übele kriminelle die, anstelle in einem freien markt zu
wirken, immer wieder versuchen der staat für ihre eigene interessen
einzuschalten; es sind kriminelle die lobbying betreiben für
urheberrecht und patente, feinde vom kapitalismus und vom markt. Sie
streuen lügen dass es notwendig sei für innovation dass der staat
diese “fördert” mittels gesetze im bereich “geistiges eigentum”. Es
gibt KEINE beweise dass solche gesetze innovation fördern; im
gegenteil, abgesehen davon dass solche einmischung
anti-kapitalistisch ist, gibt es immer mehr anzeigen dass sie
äusserst negativ sind für innovation. Leider haben mittlerweile ganze
generationen eine gehirnwäsche bekommen und nehmen ohne beweiss an
dass patente usw. nützlich seien für innovation, ohne dies echt zu
hinterfragen.

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